Mexiko: erneut Journalist erschossen

Mexiko: erneut Journalist erschossen

Jesús Adrián Rodríguez recherchierte Verwicklungen von Justizbeamten in Foltervorwürfe

Reporter ohne Grenzen Österreich verurteilt den Mord an Radioreporter Jesús Adrián Rodríguez Samaniego in  Chihuahua, Mexiko. Er wurde am 10. Dezember 2016, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, auf dem Weg zur Arbeit erschossen. Rodríguez ist der 13. ermordete Journalist in Mexiko in diesem Jahr.

Rodríguez befasste sich als Radiojournalist mit der Regionalregierung von Chihuahua und berichtete für die Zeitung El Heraldo de Chihuahua über Verbrechen. In den Tagen vor seinem Tag recherchierte er über einen vermeintlichen Justizirrtum, Folter in Gefängnissen und die mögliche Verstrickung von Beamten des Justizministeriums darin.

„Es braucht dringend zuverlässige Schutzmechanismen für Journalistinnen und Journalisten in Mexiko. Medien werden dort systematisch zur Zielscheibe, wenn sie über Korruption und organisierte Kriminalität schreiben“, kritisiert Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich.

Die Polizei von Chihuahua gab bekannt, einen Zusammenhang zwischen  Rodríguez’ Ermordung und seinen Recherchen zu untersuchen, erste Verhaftungen hätten bereits stattgefunden.

Mexiko ist auf der Rangliste von Reporter ohne Grenzen auf Platz 149 von 180 Ländern (World Press Freedom Index): http://www.rog.at/press-freedom-index/

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