Tibetischer Schriftsteller verhaftet

Tibetischer Schriftsteller verhaftet

Reporter ohne Grenzen verurteilt die Verhaftung des tibetischen Schriftstellers Kunga Thumbnail image for Kunga_Tseyang.jpgTseyang am 17. März.

“Kunga Tseyangs Verhaftung scheint in direkter Verbindung zu stehen mit seinen kürzlich veröffentlichten Artikeln. Diese Vorgangsweise ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die chinesischen Autoritäten tibetische Schriftsteller und Journalisten mundtot zu machen versuchen”, so Rubina Möhring von Reporter ohne Grenzen. Die Organisation Reporter ohne Grenzen fordert eine sofortige Freilassung des Schriftstellers.

Der 20-jährige Tseyang kommt aus dem Kloster Lungkar im Bezirk Golok (Osttibet). Der studierte Buddhist verfasste mehrere Texte über tibetische Kunst und Kultur, sowie Buddhismus. In seinen am meisten verbreiteten Texten beschäftigte er sich mit den Themen Aids in Tibet, sowie dem politischen Separatismus. Auch forderte er von China, eine Entschuldigung an den Dalai Lama zu richten.

Bisher hat die chinesische Regierung den Aufenthaltsort von Kunga Tseyang nicht bekanntgegeben.

Ebenfalls am 17. März verhaftet wurde Jigmey Gyatso. Als Assistent des Filmproduzenten Mr. Dhondup Wangchen hatte er an der Dokumentation “Leaving Fear Behind” mitgewirkt, die mehr als 100 Interviews mit tibetanischen Frauen, Mönchen und älteren Tibetaner/innen beinhaltet.

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