Südsudan: Journalist brutal misshandelt

Südsudan: Journalist brutal misshandelt

arton48890-c37e3Im Südsudan ist der Zeitungsjournalist Josef Afandi auf offener Straße von unbekannten Tätern brutal gefoltert worden. Die Gewalttat an dem Journalisten fand nur zwei Wochen nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis statt. Nach Angaben von Josef Afandi sowie seines Kollegen Ibrahim Awuol stiegen die unbekannten Täter aus einem Wagen ohne Nummernschild und mit verdunkelten Fensterscheiben, schlugen auf Afandi ein und verbrannten ihn teilweise. Die Tat ereignete sich am 4. März in der südsudanesischen Hauptstadt Juba.

Erst zwei Wochen zuvor, am 19. Februar, war Afandi aus einer zweimonatigen Haft entlassen worden. Die Haftstrafe bezog sich auf seine Kritik an der südsudanesischen Regierung, die seiner Meinung nach zu wenig tut, um den Bürgerkrieg zu einem Ende zu bringen.
Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt den brutalen Akt der Gewalt gegen Josef Afandi und fordert von der südsudanesischen Regierung einen besseren Schutz für Journalisten. “Diese Tat muss sofort aufgeklärt werden”, fordert Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen. “Die Regierung wird sich eines Tages vor einem Internationalen Gerichtshof dafür verantworten müssen, dass sie gegen diese Menschenrechtsverletzungen nicht unternommen hat.”

Nach Angaben von lokalen Beobachtern nehmen die Angriffe auf Journalisten im Sudan zu. In den meisten Fällen bleiben die Täter unerkannt.

Seit Beginn des Bürgerkriegs im Südsudan hat sich der Zustand der Medien- und Informationsfreiheit im Land stetig verschlechtert. 2015 sind bereits sechs Journalisten in Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden.

Der Südsudan steht auf Platz 125 von 180 Ländern auf der Weltrangliste von Reporter ohne Grenzen .

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