CINEMA AND HUMAN RIGHTS: ZERO SILENCE Filmvorführung anlässlich der Verleihung des 2015 Sacharow-Preises

CINEMA AND HUMAN RIGHTS: ZERO SILENCE Filmvorführung anlässlich der Verleihung des 2015 Sacharow-Preises

unnamedAnlässlich der Verleihung des Sacharow-Preises des Europäischen Parlaments für geistige Freiheit 2015 an Raif Badawi möchten wir Sie hiermit herzlich zu der Filmvorführung von Zero Silence am Mittwoch, den 9. Dezember 2015 um 20:15 im Filmcasino (Margaretenstraße 78, 1050 Wien) einladen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Österreich im Rahmen des this human world Festivals 2015 statt. Die Vorführung wird in Zusammenarbeit mit Amnesty International und Reporter ohne Grenzen durchgeführt.

2012 wurde der saudi-arabischer Blogger, Aktivist und Gründer der Website „Free Saudi Liberals” Raif Badawi wegen Beleidigung des Islams verhaftet und zahlreicher Delikte, darunter auch „Abfall vom Glauben“, angeklagt. 2013 wurde er schuldig gesprochen und zunächst zu sieben Jahren Haft und 600 Peitschenhieben verurteilt; 2014 wurde das Strafmaß dann auf zehn Jahre Haft, 1000 Peitschenhiebe und eine hohe Geldstrafe erhöht. Die ersten 50 Peitschenhiebe wurden vor hunderten Zuschauern am 9. Januar 2015 vollstreckt. Die Fortführung wurde nach internationalem Protest und wegen des katastrophalen Gesundheitszustandes von Badawi vorerst ausgesetzt. Nach Morddrohungen mussten seine Frau und seine drei Kinder nach Kanada fliehen. Das Urteil wurde vom Obersten Gerichtshof im Juni 2015 bestätigt, und Badawi befindet sich weiterhin in Haft.

Der Dokumentarfilm Zero Silence beleuchtet den Mut und die moralische Gewissheit von BloggerInnen in der arabischen Welt. Mit einem Fokus auf die Ereignisse des “Arabischen Frühlings” 2011 und gleichzeitig mit einer Aussage, die über diesen historischen Kontext hinausgeht, zeigt Zero Silence die Macht jener Menschen, die sich auch im Angesicht von Unterdrückung nicht fürchten, ihre Meinung zu äußern. Trailer: LINK

Im Anschluss an die Filmvorführung diskutieren Rubina Möhring (Reporter ohne Grenzen), Manfred Nowak (Universität Wien; Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte), Heinz Patzelt (Amnesty International) und Thomas Schmidinger (Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien); moderiert wird die Diskussion von Anna Müller-Funk (Universität Wien; Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte).

Die Veranstaltung wird in englischer Sprache abgehalten.

Informationen bezüglich Tickets erhalten Sie hier. Aufgrund der beschränkten räumlichen Kapazität empfehlen wir dringend rechzeitig Karten zu erwerben.

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