RSF-Journalismusbericht: Konfliktregion der Großen Seen in Afrika Posted on 2. April 20262. April 2026von Martin Wassermair Die Region der Großen Seen in Afrika erscheint auf der Karte des Weltpressefreiheitsindex von Reporter ohne Grenzen (RSF) als ein Meer aus Rot und Orange. Das bedeutet, dass die dort tätigen Journalistinnen und Journalisten unter enormen politischen und finanziellen Zwängen arbeiten. Das Epizentrum der sich verschlechternden Sicherheitslage in der Region liegt im konfliktgeplagten Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Heute stehen die Großen Seen im Zentrum geopolitischer Konflikte um natürliche Ressourcen, und Medienschaffende in der Region sind ständig unterwegs – die meisten aus der Not heraus. Ein neuer RSF-Bericht gewährt nun Einblicke in den Alltag von Medienschaffenden, die trotz großer Risiken weiterhin berichten. RSF-Bericht “What it’s like to be a journalist in Africa’s Great Lakes region” Fotocredit: Alexis Huguet / AFP
Verstärkung: Juristin Katharina Kobl unterstützt österreichische RSF-Sektion Posted on 1. April 20261. April 2026von Martin Wassermair Europäisches Medienfreiheitsgesetz, SLAPP-Klagen, Compliance, Menschenrechte – juristische Themenstellungen gewinnen für Reporter ohne Grenzen (RSF) immer mehr an Bedeutung bei der Herausforderung, für Pressefreiheit, Medienvielfalt und unabhängigen Journalismus mit allem gebotenen Nachdruck einzutreten. Von April bis Juni 2026 verstärkt nun Katharina Kobl die österreichische RSF-Sektion. Sie hat in Berlin das Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen, absolviert zurzeit ihr juristisches Referendariat und unterstützt in diesem Rahmen u.a. Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich. Zuvor war Katharina Kobl bereits für verschiedene Wirtschaftskanzleien und deutsche Bundesministerien tätig.
Desinformation: Journalistische Verantwortung zwischen Meinungsfreiheit, Wahrheit und alternativen Fakten Posted on 31. März 202631. März 2026von Martin Wassermair In einem Screencast-Interview spricht Martin Wassermair von Reporter ohne Grenzen über die Bedeutung von Meinungsfreiheit im Kontext von Desinformation. Das Video ist Teil des Projekts “Digitale Selbstlernformate zu Verschwörungserzählungen” des Demokratiezentrums Wien (aufgezeichnet am 21. August 2025).
MoTalkz: Journalismus in der Krise Posted on 17. März 202617. März 2026von Martin Wassermair Welche Rolle spielen Medien heute noch für unsere Demokratie – und werden sie dieser Verantwortung überhaupt noch gerecht? Fritz Hausjell, Medienwissenschaftler und Präsident von Reporter ohne Grenzen (RSF), spricht bei MoTalkz über die Rolle der Medien als sogenannte vierte Gewalt – und darüber, warum unabhängiger Journalismus für eine funktionierende Öffentlichkeit unverzichtbar ist.
Internationaler Frauentag: Mehr Schutz für Journalistinnen bei Online-Angriffen! Posted on 8. März 20268. März 2026von Martin Wassermair Was Redaktionen innerhalb der ersten 24 Stunden nach einem Online-Angriff tun sollten Online-Angriffe richten sich unverhältnismäßig oft gegen Journalistinnen, insbesondere gegen diejenigen, die über Geschlechterfragen, Frauenrechte und geschlechtsspezifische Gewalt berichten. Die meisten dieser Belästigungen erfolgen in Form von sexistischen, sexualisierten und bedrohlichen Nachrichten, die die psychische Gesundheit, die körperliche Unversehrtheit und den beruflichen Ruf von Journalistinnen ernsthaft schädigen können. Eine schnelle, koordinierte Reaktion der Redaktionen innerhalb der ersten 24 Stunden ist entscheidend, um die Situation zu stabilisieren, eine Eskalation zu verhindern und die Journalistin zu unterstützen. Reporter ohne Grenzen (RSF) empfiehlt Redaktionen, kurz nach Online-Angriffen u.a. folgende praktische Schritte zu befolgen: Sichern Sie alle Geräte und Online-Konten: Aktualisieren Sie sofort die Passwörter für E-Mail-, Social-Media- und Arbeitskonten. Aktivieren Sie nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Stellen Sie sicher, dass die Geräte sicher sind, und beschränken Sie die öffentliche Zugänglichkeit sensibler persönlicher oder beruflicher Informationen. Die Website RSF Resources for Journalists bietet praktische Leitlinien zu digitalen Sicherheitsmaßnahmen. Bieten Sie psychologische Unterstützung an: Bieten Sie Beratung, Traumabehandlung und Zugang zu Fachleuten für psychische Gesundheit an. Geben Sie der Journalistin Zeit und Raum, um den Angriff zu verarbeiten und zu entscheiden, wie sie reagieren soll. Erkennen Sie an, dass ihre psychische Sicherheit für die Fortsetzung der Arbeit von entscheidender Bedeutung ist. Beauftragen Sie einen Rechtsbeistand: Beziehen Sie umgehend eine anwaltliche Vertretung ein, um mögliche Ansprüche wegen Verleumdung, Verletzung der Privatsphäre oder Belästigung zu prüfen. Lassen Sie sich beraten, ob Sie den Fall den Behörden melden, zivilrechtliche Schritte einleiten oder öffentlich reagieren sollten. Mehr Informationen Fotocredit: Joshua Koblin (Unsplash)