Charity: Asphaltstockschießen zur Verteidigung der Pressefreiheit

Salzburger Journalistinnen und Journalisten erspielten 5.400 Euro für Reporter ohne Grenzen

Raiffeisen Salzburg veranstaltete am Mittwoch, 8. Juli 2026, bereits zum zweiten Mal ein Medien-
Asphaltstockturnier. Auf der Anlage des EV Wals beteiligten sich 20 Redakteurinnen und Redakteure am Charity-Event, dessen Erlöse in diesem Jahr der Pressefreiheitsorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich gewidmet wurden.

Am Ende des Abends wurde ein Betrag in der Höhe von 5.400 Euro erspielt, den ROG-Präsident Fritz Hausjell als Spende für das Engagement für Informationsfreiheit, Medienvielfalt und einen unabhängigen Journalismus entgegennahm.

Wir danken der Raiffeisen Salzburg und allen Beteiligten sehr herzlich dafür!

Fotocredit: RVS/Neumayr

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Betroffenheit und Trauer um Andreas Koller

Österreichs Medienlandschaft verliert wichtigen Mitstreiter bei der Verteidigung von Pressefreiheit

Mit großer Betroffenheit und tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Andreas Koller, der am 26. Juni 2026 im Alter von 65 Jahren verstorben ist. Über viele Jahrzehnte hinweg hat er die österreichische Medienlandschaft als Politikjournalist und Kommunikationsexperte entscheidend mitgeprägt und ist dabei stets mit Nachdruck für demokratische Grundwerte eingetreten.

Mit seinem unermüdlichen Engagement für Pressefreiheit, journalistische Ethik und die Stärkung demokratischer Öffentlichkeit war er auch für Reporter ohne Grenzen (RSF) ein unverzichtbarer Mitstreiter bei der Verteidigung von Medienvielfalt und der journalistischen Unabhängigkeit.

Unsere Gedanken sind bei der Familie, den Freundinnen und Freunden sowie den zahlreichen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern. Andreas Koller bleibt uns ein wichtiges Vorbild, das uns zugleich verpflichtet, seine Überzeugungen weiterzutragen und für die medialen Grundlagen des demokratischen Gemeinwesens weiterhin die Stimme zu erheben.

Fotocredit: APA

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Leidenschaft in Geiselhaft

Die Fußball-WM 2026 und die Krise der Menschenrechte

Nach einer längeren Durststrecke nimmt Österreich 2026 wieder einmal an einer WM-Endrunde teil – entsprechend groß ist die Vorfreude.

Doch abseits der Stadien in den USA, Kanada und Mexiko sowie des Fanjubels rücken zunehmend kritische Fragen in den Fokus: Welche sozialen, politischen und menschenrechtlichen Herausforderungen gehen mit der Ausrichtung eines solchen Mega-Events einher? Und wie reagieren Medien sowie Zivilgesellschaft darauf?

Gemeinsam mit dem Linzer Wissensturm und der fairplay Initiative veranstaltete Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich am Montag, 8. Juni 2026, einen Vortrags- und Diskursabend, in dessen Rahmen auch die Einschränkungen der Pressefreiheit während der WM 2026 diskutiert wurden.

Videoaufzeichnung

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An Icon of Suppression: Photojournalist Shawkan Is Finally Free!

Egyptian photojournalist Mahmoud Abu Zeid, better known as Shawkan, was arrested in 2013 while documenting the violent evacuation of the Rabaa protest camp in Cairo. Although he was merely carrying out his journalistic duties, he spent over five years in prison without trial.

Following his conviction in 2018, he spent another five years under strict police supervision, during which he was required to spend twelve hours every night at a police station. During this difficult time, Shawkan became an international symbol of press freedom. Support from organizations such as Reporters Without Borders (RSF) gave him hope and helped bring his case to the world’s attention.

After lengthy diplomatic efforts, Shawkan is finally free. He now lives with his family in Vienna, where he was also able to witness the birth of his daughter. On Monday, June 22, 2026, he met with Secretary-General Martin Wassermair, who assured him of the full support of Reporters Without Borders (RSF) Austria for his new beginning and his continued journalistic work.

As one of their first joint projects, a photo exhibition is planned for early 2027, which will showcase Shawkan’s photographic work on the 2011 Egyptian Revolution and its violent suppression.

German version

Ikone der Unterdrückung: Pressefotograf Shawkan endlich in Freiheit!

Der ägyptische Fotojournalist Mahmoud Abu Zeid, besser bekannt als Shawkan, wurde 2013 verhaftet, als er die gewaltsame Räumung des Rabaa-Protestlagers in Kairo dokumentierte. Obwohl er lediglich seiner journalistischen Tätigkeitnachging, verbrachte er über fünf Jahre ohne Gerichtsverfahren im Gefängnis.

Nach seiner Verurteilung im Jahr 2018 folgten weitere fünf Jahre unter strenger Polizeiaufsicht, während derer er jede Nacht zwölf Stunden auf einer Polizeistation verbringen musste. In dieser schwierigen Zeit wurde Shawkan zu einem internationalen Symbol für Pressefreiheit. Die Unterstützung durch Organisationen wie Reporter ohne Grenzen (RSF) gab ihm Hoffnung und trug dazu bei, seinen Fall weltweit bekannt zu machen.

Nach langen diplomatischen Bemühungen ist Shawkan nun endlich frei. Gemeinsam mit seiner Familie lebt er mittlerweile in Wien, wo er auch die Geburt seiner Tochter miterleben konnte. Am Montag, 22. Juni 2026, traf er mit Generalsekretär Martin Wassermair zusammen, der die volle Unterstützung von Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich für seinen Neuanfang und die weitere journalistische Arbeit zugesichert hat.

Als eines der ersten gemeinsamen Projekte ist für Anfang 2027 eine Fotoausstellung geplant, die Shawkans fotografische Arbeiten zur ägyptischen Revolution von 2011 und ihrer gewaltsamen Niederschlagung präsentiert.

English version

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