Verstärkung: Juristin Katharina Kobl unterstützt österreichische RSF-Sektion

Europäisches Medienfreiheitsgesetz, SLAPP-Klagen, Compliance, Menschenrechte – juristische Themenstellungen gewinnen für Reporter ohne Grenzen (RSF) immer mehr an Bedeutung bei der Herausforderung, für Pressefreiheit, Medienvielfalt und unabhängigen Journalismus mit allem gebotenen Nachdruck einzutreten.

Von April bis Juni 2026 verstärkt nun Katharina Kobl die österreichische RSF-Sektion. Sie hat in Berlin das Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen, absolviert zurzeit ihr juristisches Referendariat und unterstützt in diesem Rahmen u.a. Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich. Zuvor war Katharina Kobl bereits für verschiedene Wirtschaftskanzleien und deutsche Bundesministerien tätig.

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Desinformation: Journalistische Verantwortung zwischen Meinungsfreiheit, Wahrheit und alternativen Fakten

In einem Screencast-Interview spricht Martin Wassermair von Reporter ohne Grenzen über die Bedeutung von Meinungsfreiheit im Kontext von Desinformation.

Das Video ist Teil des Projekts “Digitale Selbstlernformate zu Verschwörungserzählungen” des Demokratiezentrums Wien (aufgezeichnet am 21. August 2025).

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MoTalkz: Journalismus in der Krise

Welche Rolle spielen Medien heute noch für unsere Demokratie – und werden sie dieser Verantwortung überhaupt noch gerecht?

Fritz Hausjell, Medienwissenschaftler und Präsident von Reporter ohne Grenzen (RSF), spricht bei MoTalkz über die Rolle der Medien als sogenannte vierte Gewalt – und darüber, warum unabhängiger Journalismus für eine funktionierende Öffentlichkeit unverzichtbar ist.

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Internationaler Frauentag: Mehr Schutz für Journalistinnen bei Online-Angriffen!

Was Redaktionen innerhalb der ersten 24 Stunden nach einem Online-Angriff tun sollten

Online-Angriffe richten sich unverhältnismäßig oft gegen Journalistinnen, insbesondere gegen diejenigen, die über Geschlechterfragen, Frauenrechte und geschlechtsspezifische Gewalt berichten. Die meisten dieser Belästigungen erfolgen in Form von sexistischen, sexualisierten und bedrohlichen Nachrichten, die die psychische Gesundheit, die körperliche Unversehrtheit und den beruflichen Ruf von Journalistinnen ernsthaft schädigen können.

Eine schnelle, koordinierte Reaktion der Redaktionen innerhalb der ersten 24 Stunden ist entscheidend, um die Situation zu stabilisieren, eine Eskalation zu verhindern und die Journalistin zu unterstützen.

Reporter ohne Grenzen (RSF) empfiehlt Redaktionen, kurz nach Online-Angriffen u.a. folgende praktische Schritte zu befolgen:

Sichern Sie alle Geräte und Online-Konten: Aktualisieren Sie sofort die Passwörter für E-Mail-, Social-Media- und Arbeitskonten. Aktivieren Sie nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Stellen Sie sicher, dass die Geräte sicher sind, und beschränken Sie die öffentliche Zugänglichkeit sensibler persönlicher oder beruflicher Informationen. Die Website RSF Resources for Journalists bietet praktische Leitlinien zu digitalen Sicherheitsmaßnahmen.

Bieten Sie psychologische Unterstützung an: Bieten Sie Beratung, Traumabehandlung und Zugang zu Fachleuten für psychische Gesundheit an. Geben Sie der Journalistin Zeit und Raum, um den Angriff zu verarbeiten und zu entscheiden, wie sie reagieren soll. Erkennen Sie an, dass ihre psychische Sicherheit für die Fortsetzung der Arbeit von entscheidender Bedeutung ist.

Beauftragen Sie einen Rechtsbeistand: Beziehen Sie umgehend eine anwaltliche Vertretung ein, um mögliche Ansprüche wegen Verleumdung, Verletzung der Privatsphäre oder Belästigung zu prüfen. Lassen Sie sich beraten, ob Sie den Fall den Behörden melden, zivilrechtliche Schritte einleiten oder öffentlich reagieren sollten.

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Fotocredit: Joshua Koblin (Unsplash)

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Am Wendepunkt: Europarat zur Pressefreiheit 2025

Zunehmend feindseliges Umfeld für Journalismus

Die Pressefreiheit in Europa stand 2025 weiterhin unter anhaltendem Druck, bedingt durch rechtliche Drohungen, körperliche Angriffe und Einschüchterungen, Versuche der Vereinnahmung der Medien und transnationale Repressionen. Dies geht aus dem Jahresbericht der Partnerorganisationen der Plattform des Europarates zur Förderung des Schutzes des Journalismus und der Sicherheit von Journalisten hervor.

Im Jahr 2025 veröffentlichten die Plattformpartner 344 Warnmeldungen über schwerwiegende Bedrohungen der Medienfreiheit, ein deutlicher Anstieg (+29 %) gegenüber 2024, als 266 registriert wurden. Die Länder mit der höchsten Anzahl von Meldungen waren Russland (50), die Türkei (49), Georgien (35), Serbien (35) und die Ukraine (27) – die meisten bezogen sich auf russisch besetzte Gebiete oder wurden russischen Streitkräften zugeschrieben.

Die häufigste Kategorie von Meldungen (90) betraf Angriffe auf die körperliche Sicherheit und Unversehrtheit von Journalistinnen und Journalisten, darunter die Tötung von vier Medienmitarbeitenden durch russische Drohnenangriffe (der ukrainischen Journalistinnen bzw. Journalisten Olena Hramowa, Jewgeni Karmasin und Tetjana Kulyk sowie des französischen Fotojournalisten Antoni Lallican) und der Tod des türkischen freiberuflichen Journalisten Hakan Tosun nach einem brutalen Angriff. Bis 31. Dezember 2025 blieben 51 Morde an Journalistinnen und Journalisten auf der Plattform unaufgeklärt.

Jahresbericht 2025 zum Download (in englischer Sprache)

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