Diskussion: Qualitätsjournalismus. Ein Bollwerk gegen Demokratieabbau?

Nach dem erfolgreichen Auftakt der Demokratiewoche 2026 am 19. Oktober lädt Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich zu einer weiteren Diskussionsveranstaltung.

Donnerstag, 22. Oktober 2026, um 18.00 Uhr
Parlament, Dr.-Karl-Renner-Ring 3, Lokal 2, Elise Richter, 1017 Wien


Qualitätsjournalismus. Ein Bollwerk gegen Demokratieabbau?

Die Zukunft der Qualitätsmedien in Österreich. Welche Rahmenbedingungen sind unerlässlich, damit es in Österreich eine ökonomisch lebensfähige Medienlandschaft gibt?
 
Wann ist ein Medium qualitativ gut? Der Medienwissenschaftler Andy Kaltenbrunner antwortet auf diese Frage in seiner Studie „Journalismusförderung in Österreich“ unmissverständlich: „Es hängt davon ab, in welchem Ausmaß Journalismus seinen grundlegenden Anspruch als Infrastruktur demokratischer Gesellschaften erfüllt.“ Wie gut befähigt mich also z.B. eine Tageszeitung dazu, für die Gesellschaft, in der ich lebe, bessere Entscheidungen zu treffen und Missbrauch von Machthabenden zu erkennen. Wird dieser „Bedarf“ gegenwärtig ausreichend wahrgenommen, erkannt und auch gedeckt?
 
Die Antwort auf diese Frage ist von existentieller Bedeutung für den Medienstandort Österreich. Denn sie berührt den Themenkomplex Presseförderung und die Kopplung der Förderung an Qualitätskriterien. Diese Kriterien sollen so gewählt sein, dass damit der gesellschaftliche Zusammenhalt Österreichs gestärkt wird und die umfassende und gesellschaftlich relevante Information der Bürgerinnen und Bürger in Zeiten der Boulevard-Medien, des Internet und den dort aktiven Social Media gefördert wird. In der Diskussionsveranstaltung im Parlament wird ganz grundsätzlich nach den notwendigen Rahmenbedingungen gefragt, die nicht nur bereits existierende Qualitätsprintmedien und deren Onlineformate stützt, sondern auch neue, innovative Medienprodukte aus dem zivilgesellschaftlichen Umfeld fördert?
 
Darüber diskutierten unter der Leitung von Barbara Haas (Kleine Zeitung, Reporter ohne Grenzen):

• Gerold Riedmann (Chefredakteur Der Standard)
• Andy Kaltenbrunner (Medienwissenschafter, Medienhaus Wien)
• Fritz Hausjell (Medienwissenschafter, Reporter ohne Grenzen)
• Caro Hammoutene (KOMMA und BÜNDNIS 2025)
• Marian Smetana (Ressortchef Politik/Österreich der Salzburger Nachrichten)

Teilnahme nur mit Anmeldung möglich!
Der Eintritt ins Parlament ist nur mit Lichtbildausweis möglich!

Fotocredit: rsunshine (Pixabay)

Diskussion: Am Beispiel ORF – wie soll die Medienfreiheit in Österreich langfristig gesichert werden?

Reporter ohne Grenzen (RSF) eröffnet die Demokratiewoche 2026 mit einer Diskussionsveranstaltung und lädt sehr herzlich dazu ein.

Montag, 19. Oktober 2026, um 19.00 Uhr
Badeschiff, Wolfgang-Schmitz-Promenade, 1010 Wien


Un/Abhängig? Am Beispiel ORF – wie soll die Medienfreiheit in Österreich langfristig gesichert werden?

Freiheit, Vielfalt und Qualität der österreichischen Medien bilden eine unverzichtbare
Säule unserer Demokratie. In Zeiten politischer Veränderung braucht es ein
funktionierendes Mediensystem, das über den Prozess der politischen und
gesellschaftlichen Entwicklungen nicht nur berichtet, sondern auch kritisch
hinterfragt.

Wie soll also die Rundfunkfreiheit des ORF künftig sichergestellt werden? Welche
rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind generell für eine
nachhaltige Sicherung der freien, ungehinderten Berichterstattung erforderlich?

Unter der Leitung von Doris Priesching (Medienredakteurin Der Standard) debattieren:

• Martin Wassermair (Generalsekretär Reporter ohne Grenzen Österreich)
• Martin Thür (ORF-Redakteur)
• Peter A. Bruck (Medienwissenschaftler)
• Katharina Albrecht (GF Akademie des Österreichischen Films)
• Stefan Wallner (GF Bündnis für Gemeinnützigkeit)

Teilnahme nur mit Anmeldung möglich!
Anmeldungen finden nach Einlangen ihres Datums Berücksichtigung

Fotocredit: rsunshine (Pixabay)

Demokratiewoche 2026: Austausch mit Politik und Zivilgesellschaft

Im Rahmen der Demokratiewoche von 19. – 26. Oktober 2026 bringt sich Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich erneut mit Expertise zu Presse- und Informationsfreiheit in den öffentlichen Diskurs ein: Welche Bedeutung hat unabhängiger Journalismus für eine widerstandsfähige Demokratie? Wie kann er angesichts zunehmender politischer Polarisierung, Desinformation und wachsender Angriffe auf Medienschaffende geschützt werden?

Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich versteht Pressefreiheit als unverzichtbare Grundlage einer lebendigen Demokratie. Deshalb beteiligen wir uns mit zwei Diskussionsveranstaltungen am 19. und 22. Oktober an der Demokratiewoche 2026. Im Mittelpunkt stehen der Austausch mit Politik und Zivilgesellschaft sowie die Frage, wie unabhängiger Journalismus angesichts zunehmender Bedrohungen und medienpolitischer Herausforderungen geschützt und gestärkt werden kann.

Montag, 19. Oktober 2026, 19.00 Uhr – Badeschiff Wien

Un/Abhängig? Am Beispiel ORF – wie soll die Medienfreiheit in Österreich langfristig gesichert werden? (PDF-Download)

Donnerstag, 22. Oktober 2026, 18.00 Uhr – Parlament Östereich

Ein Bollwerk gegen Demokratieabbau? Die Zukunft der Qualitätsmedien in Österreich. (PDF-Download)

Demokratiewoche 19. – 26. Oktober 2026

Programmüberblick (PDF-Download)

Die Teilnahme ist kostenlos, wir bitten um Anmeldung unter info@rog.at.

Exklusiv für Mitglieder: Mit Barbara Wolschek im Gespräch!

Mitglieder spielen für Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich eine wichtige Rolle. Mit ihrem Beitrag unterstützen sie den Einsatz für Demokratie, Pressefreiheit und Meinungsvielfalt. Zugleich beteiligen sie sich aktiv am Netzwerk – und somit am öffentlichen Diskurs.

Die Mitglieder eingeladen, ganz exklusiv an regelmäßigen Online-Talkrunden mit namhaften Persönlichkeiten aus Medien, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft teilzunehmen.

In der zweiten Ausgabe des Jahres 2026 ist Barbara Wolschek (ORF-Korrespondentin Washington) zu Gast. Die mit dem renommierten Axel-Corti-Preis ausgezeichnete Journalistin diskutiert aus persönlicher Perspektiven aktuelle Entwicklungen von Pressefreiheit und Journalismus in den USA.

Wann und wo?

Mittwoch, 30. September 2026, 18.00 – 19.00 Uhr – online!

Mitgliedschaft macht sich bezahlt!

Anmeldungen bitte an info@rog.at.

RSF-Ausstellung in Linz: Fotografien der Welt von morgen

Reporter ohne Grenzen zeigt in Linz internationale Ausstellung mit warnenden Eindrücken aus Konflikt- und Krisengebieten

Journalismus und Pressefotografie stehen vor großen Herausforderungen, die Krisen und Konflikte unserer Zeit vor Ort zu dokumentieren und zu analysieren. Was bedeutet dies für die Welt von morgen?

Dieser Frage widmet sich eine Fotoausstellung anlässlich des vierzigjährigen Bestehens der internationalen Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF), die nach Wien (15. Jänner – 30. Juni 2026) in der zweiten Jahreshälfte auch in Linz zu sehen ist.

Eröffnung: 24. September 2026, 19.00 Uhr
Ort: Ursulinenhof Linz, Landstraße 31, 4040 Linz

Zur Begrüßung und Einführung sprechen:

  • Prof.in Dr.in Christine Haiden (Präsidentin OÖ. Presseclub)
  • Barbara Haas (Vorstandsmitglied Reporter ohne Grenzen Österreich)
  • Horst Lausegger (Vorsitzender Fotografische Gesellschaft OÖ)

Ausstellungsdauer: 25. September 2026 – 6. Jänner 2027
Öffnungszeiten: Montag – Freitag (jeweils von 8.00 – 19.00 Uhr), Samstag (10.00 – 17.00 Uhr)

Eine gemeinsame Veranstaltung von Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich, OÖ. Presseclub und Fotografische Gesellschaft.

Um Anmeldung wird gebeten unter: office@presseclub.at

“In einer Zeit, in der die Pressefreiheit zunehmend bedroht ist”, erklärt Martin Wassermair als Generalsekretär der österreichischen Sektion, “möchten auch wir all den Medienschaffenden in Konflikt- und Kriegsgebieten Tribut zollen, die immer wieder große Risiken eingehen, um uns auf dem Laufenden zu halten.” Die Fotoausstellung präsentiert Perspektiven von Fotografinnen und Fotografen aus 40 verschiedenen Ländern. Sie alle zeigen eine Welt im Umbruch und fokussieren auf die drei großen Themen Umwelt, Exil und Krisen. Die ausgewählten Arbeiten verweisen auf die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels, begleiten Menschen auf der Flucht aus ihrer Heimat oder berichten mitten aus Krisenregionen.

Fritz Hausjell, Präsident von Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich, unterstreicht die Bedeutung der internationalen Ausstellung für Österreich: “Diese wertvollen Zeitdokumente decken Tatsachen auf und warnen in eindrücklicher Form vor gefährlichen Entwicklungen.” Das Projekt “Fotografien der Welt von morgen” erinnert daran, dass Schutz und Verteidigung des Journalismus vor allem auch eine Verteidigung des Rechts auf Information bedeuten.