Malta: Empörender Freispruch neun Jahre nach dem Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia

Reporter ohne Grenzen (RSF) fordert endlich Gerechtigkeit

Am 2. September 2026 sprach das Strafgericht in Valletta den maltesischen Geschäftsmann Yorgen Fenech, der sowohl mit der Mafia als auch mit Politikern in Verbindung steht, vom Vorwurf der “Beihilfe” und der “kriminellen Vereinigung” im Zusammenhang mit dem Mord an der Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia frei.

Fast neun Jahre, nachdem Daphne Caruana Galizia durch eine in ihrem Auto platzierte Bombe ums Leben gekommen war, sprach die Jury am Strafgericht in Valletta nach einem zweimonatigen Prozess und achtstündiger Beratung den Geschäftsmann Yorgen Fenech von den beiden Anklagepunkten frei, die gegen ihn erhoben worden waren: Beihilfe und kriminelle Vereinigung im Zusammenhang mit dem Mord an der Investigativjournalistin.

Empört darüber, dass fast ein Jahrzehnt nach der Tat noch immer keine vollständige Gerechtigkeit hergestellt wurde, fordert Reporter ohne Grenzen (RSF) die Regierung auf, Maßnahmen zum Schutz von Journalistinnen und Journalisten und der Medienfreiheit zu ergreifen.

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