Internationaler Frauentag: Mehr Schutz für Journalistinnen bei Online-Angriffen! 8. März 2026 Was Redaktionen innerhalb der ersten 24 Stunden nach einem Online-Angriff tun sollten Online-Angriffe richten sich unverhältnismäßig oft gegen Journalistinnen, insbesondere gegen diejenigen, die über Geschlechterfragen, Frauenrechte und geschlechtsspezifische Gewalt berichten. Die meisten dieser Belästigungen erfolgen in Form von sexistischen, sexualisierten und bedrohlichen Nachrichten, die die psychische Gesundheit, die körperliche Unversehrtheit und den beruflichen Ruf von Journalistinnen ernsthaft schädigen können. Eine schnelle, koordinierte Reaktion der Redaktionen innerhalb der ersten 24 Stunden ist entscheidend, um die Situation zu stabilisieren, eine Eskalation zu verhindern und die Journalistin zu unterstützen. Reporter ohne Grenzen (RSF) empfiehlt Redaktionen, kurz nach Online-Angriffen u.a. folgende praktische Schritte zu befolgen: Sichern Sie alle Geräte und Online-Konten: Aktualisieren Sie sofort die Passwörter für E-Mail-, Social-Media- und Arbeitskonten. Aktivieren Sie nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Stellen Sie sicher, dass die Geräte sicher sind, und beschränken Sie die öffentliche Zugänglichkeit sensibler persönlicher oder beruflicher Informationen. Die Website RSF Resources for Journalists bietet praktische Leitlinien zu digitalen Sicherheitsmaßnahmen. Bieten Sie psychologische Unterstützung an: Bieten Sie Beratung, Traumabehandlung und Zugang zu Fachleuten für psychische Gesundheit an. Geben Sie der Journalistin Zeit und Raum, um den Angriff zu verarbeiten und zu entscheiden, wie sie reagieren soll. Erkennen Sie an, dass ihre psychische Sicherheit für die Fortsetzung der Arbeit von entscheidender Bedeutung ist. Beauftragen Sie einen Rechtsbeistand: Beziehen Sie umgehend eine anwaltliche Vertretung ein, um mögliche Ansprüche wegen Verleumdung, Verletzung der Privatsphäre oder Belästigung zu prüfen. Lassen Sie sich beraten, ob Sie den Fall den Behörden melden, zivilrechtliche Schritte einleiten oder öffentlich reagieren sollten. Mehr Informationen Fotocredit: Joshua Koblin (Unsplash)