Reporter ohne Grenzen ist schockiert über die brutale Ermordung der Journalistin Alison Parker und ihres Kollegen Adam Ward. Details hier 
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Aufruf zur Solidarität!

Reporter ohne Grenzen Österreich unterstützt den folgenden Aufruf zur Solidarität in Österreich:

Aufruf zur Solidarität!
Der Skandal ist Methode. In Traiskirchen wird täglich gegen die Menschenrechte und gegen die Menschenwürde verstoßen. Im Lager erhalten die Flüchtlinge nicht Asyl. Im Gegenteil. Sie werden Krankheiten, Dreck, Massennot, Schande und Schmach anheim gegeben. Sie suchen Schutz in Europa und stoßen auf ein Elend, das oft an jenes Leid erinnert, dem sie mit letzter Kraft entrinnen konnten. Der Ausnahmezustand ist zum Alltag geworden. Während Politik und Bürokratie versagen, beweisen Zivilgesellschaft und örtliche Initiativen jene Verantwortung und Anteilnahme, die den Zuständigen fehlt. So wie viele kleine Gemeinden beweist die Stadt Wien durch manch gezielte Initiative, dass die Kraft offizieller Organisation mit der Bereitschaft der Bevölkerung zu helfen unaufdringlich möglich ist.

Wir erleben eine tägliche Demonstration des Mitgefühls, die nicht zum Protest aufruft, sondern zur Mithilfe. In den letzten Tagen kommt es zu Manifestationen der Solidarität, die alle Angstmacher Lügen straft. Das Volk, in dessen Namen die Populisten zu reden vorgeben, ist nicht so, wie uns die Scharfmacher des Ressentiments glauben machen wollen. Das Engagement so vieler Menschen lässt die Regierung noch hilfloser und die Hetzer als Nutznießer der Not aussehen. Bloße Hilfsbereitschaft ist zu einem Akt des Widerstands gegen   Rassismus und Gleichgültigkeit geworden. Es ist Zeit, Menschlichkeit zu beweisen und Verantwortung zu übernehmen.

Dieser Aufruf zählt in der Folge viele, wenn auch sicher nicht alle wunderbaren Initiativen auf, die wir unterstützen wollen. Indem wir uns jetzt diesen Projekten anschließen, die auf verschiedene Weise, den Flüchtlingen helfen, bieten wir nicht allein anderen Schutz, sondern vor allem uns selbst.

Zivilgesellschaft darf nicht bloß ein Protestverein sein, sondern ist zugleich ein unabhängiger Versuch zur besseren Welt.

Heute leben tausende Menschen in Österreich in einem Unglück, wie wir es für die Nachkriegszeit nicht vorstellbar gehalten haben, weshalb der Protest gegen die Missstände allein nicht genügen kann. Daher dieses Angebot, im Kreis der vielen Engagierten zur Helferin oder zum Helfer zu werden. Kämpfen wir so für die Menschenrechte im eigenen Land und für ein Österreich, das uns nicht fremd werden darf.

Philipp BLOM, Isolde CHARIM, Barbara COUDENHOVE-KALERGI, Olga FLOR, Karl-Markus GAUSS, Sabine GRUBER, Josef HASLINGER, André HELLER, Friedrun HUEMER, Peter HUEMER, Gertraud KNOLL-LACINA, Christian KÖCK, Ferdinand LACINA, Hanno LOEWY, Karl MARKOVICS, Robert MISIK, Lydia MISCHKULNIG, Manfred NOWAK, Cornelius OBONYA, Anton PELINKA, Doron RABINOVICI, Ingrid und Christian REDER, Lukas RESETARITS, Peter ROSEI, Stefan RUZOWITZKY, Anja SALOMONOWITZ, Robert SCHINDEL, Hermann SCHMID, Heide SCHMIDT, Susanne SCHOLL, Christine SCHOLTEN, Rudolf SCHOLTEN, Elisabeth T. SPIRA, Eva SPREITZHOFER, Katharina STEMBERGER, Kurt STOCKER, Terezija STOISITS, Sibylle SUMMER, Hannes TRETTER, Vladimir VERTLIB, Beate WINKLER, Ruth WODAK.

Liste von Initiativen, die wir unterstützen wollen:

Caritas: https://www.caritas.at/hilfe-beratung/migrantinnen-fluechtlinge/

Diakonie Flüchtlingsdienst: https://fluechtlingsdienst.diakonie.at/

Volkshilfe: http://www.volkshilfe.at/

Ärzte ohne Grenzen Österreich: https://www.aerzte-ohne-grenzen.at/

Hemayat: http://www.hemayat.org/

Amnesty International Österreich:  https://www.amnesty.at/de/

Hilfe für Flüchtlinge in Wien: http://www.wien.gv.at/gesellschaft/fluechtlinge/index.html

Frau Bock: http://www.fraubock.at/aktuelles/

Asylkoordination: http://www.asyl.at/

SOS Mitmensch: www.sosmitmensch.at<http://www.sosmitmensch.at>

Asyl in Not: http://www.asyl-in-not.org/

Übersichtsseite über Projekte für Flüchtlinge in Wien und Traiskirchen: http://www.humanitaet.org/

connect.erdberg: http://www.kinderfreunde.at/News/Newsarchiv/connect.erdberg

Nachbarinnen:  www.nachbarinnen.at<http://www.nachbarinnen.at>

Flüchtlinge Willkommen: http://www.fluechtlinge-willkommen.at/

U.a.

Sowie all die zahlreichen, wunderbaren, privaten Initiativen, die ihre Berichte aus Taiskirchen auf Facebook und anderen sozialen Foren teilen.

Aserbaidschan: ROG verurteilt mögliche neunjährige Haftstrafe für Khadija Ismajilowa

arton47971-c4944Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt das am vergangenen Freitag in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmaß gegen die Investigativjournalistin Khadija Ismajilowa. Nach mehreren Verhandlungstagen im Gericht, während der die fragwürdigen Anschuldigungen immer wieder geändert oder erweitert wurden, forderte die Staatsanwaltschaft heute eine neunjährige Haftstrafe.

„Die Vorwürfe gegen Khadija Ismajilowa sind frei erfunden und ein weiterer Versuch, unabhängige Journalisten in Aserbaidschan mundtot zu machen“, sagte ROG-Österreich Präsidentin Rubina Möhring.

„Wir fordern die internationale Gemeinschaft einmal mehr auf, Aserbaidschan an seine internationalen Verpflichtungen zu erinnern und die bedingungslose Freilassung von Khadija Ismajilowa zu verlangen. Der Fall muss spürbare diplomatische Folgen haben.“ Weiterlesen

Ein Jahr danach: Foley-Mord weiter straffrei

Reporter ohne Grenzen (ROG) erinnert ein Jahr nach der abscheulichen Enthauptung des US-amerikanischen Journalisten James Foley daran, dass Syrien nach wie vor eines der gefährlichsten Länder weltweit für Journalisten ist und der grausame Mord an Foley nach wie vor ungestraft ist. Am 19. August 2014 hatte die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ein Video veröffentlicht, das offenbar die Enthauptung von James Foley zeigt. Die medienwirksam inszenierte Enthauptung durch den IS markierte eine erschreckende neue Qualität der Gewalt und eine menschenverachtende Haltung im Umgang mit Journalisten.

„In Syrien und dem Irak begehen Dschihadisten seit Jahren grausame Kriegsverbrechen an Journalisten, ohne eine Strafverfolgung befürchten zu müssen“, sagte ROG-Österreich Präsidentin Rubina Möhring. „Dies gilt auch für das syrische Regime. Die Staatengemeinschaft muss effektive Mechanismen schaffen, um die völkerrechtliche Pflicht der Staaten zum Schutz von Journalisten auch durchzusetzen und dabei insbesondere auch Bürgerjournalisten miteinbeziehen.“ Weiterlesen

Ägypten: ROG fordert Freilassung von schwer krankem Journalisten Machmut Abu Zeid

shawkan_slideshow-2-3df33Der ägyptische Fotojournalist Machmut Abu Zeid, auch bekannt unter dem Pseudonym „Shawkan“, ist seit bereits zwei Jahren in Untersuchungshaft. Am heutigen Tag, den 17. August, wird sein Gerichtsverfahren fortgesetzt. Reporter ohne Grenzen fordert eine sofortige Freilassung des gesundheitlich schwer angeschlagenen 28-jährigen, der in Kairo im Tora-Gefängnis einsitzt. Zeid war am 14. August 2013 festgenommen worden, während er Kämpfe zwischen ägyptischen Militärkräften und Unterstützern des damaligen Präsidenten Mohammed Mursi auf dem Rabaa-al-Adawiya-Platz fotografierte. Er war unter anderem für die Agenturen Demotix und Corbis Photo tätig.

„Machmut Abu Zeid hat mehr als 700 Tage in Untersuchungshaft verbracht, das ist die längste Untersuchungshaft, die wir aus Ägypten kennen“, so Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich. „Er leidet unter Hepatitis und sein gesundheitlicher Zustand hat sich im Gefängnis rapide verschlechtert. Es gibt keine adäquate medizinische Versorgung für ihn und er ist ständigen Misshandlungen ausgesetzt“, so Möhring weiter. Weiterlesen

Aus Eritrea – Weltweites Schlusslicht der Pressefreiheit

Männer und Frauen aus Eritrea, die dem menschenverachtenden System des Diktators Isaias Afewerki entkommen wollen. Eritrea ist deshalb auch das Land, aus dem weltweit die meisten Journalisten fliehen.

„Viele Journalisten aus Eritrea fliehen, weil sie in ihrer Heimat ihren Beruf nicht mehr ausüben können“, sagt ROG-Österreich Präsidentin Rubina Möhring. „Die dramatische Lage von Journalisten und Medien spiegelt sich auch darin wieder, dass sie jedes Risiko in Kauf nehmen, um nach Europa zu kommen um hier ein neues Leben zu beginnen.“ Schätzungen zufolge ist bereits ein Viertel der Bevölkerung aus Eritrea geflohen. Weiterlesen

Aserbaidschan: Journalist nach brutalem Übergriff gestorben

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In Aserbaidschan ist der freie Journalist Rasim Aliyev Opfer eines brutalen Übergriffs geworden, der letztendlich zu seinem Tod führte. Er verstarb am vergangenen Sonntag in einem Krankenhaus in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku.

Reporter ohne Grenzen (ROG) ist schockiert und bestürzt über diesen Vorfall. „Der Tod von Rasim Aliyev zeigt deutlich das Klima der Intoleranz und Straflosigkeit, das von den Behörden stillschweigend akzeptiert wird,“ so Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich. „In einem Land, in dem Regierungsbeamte namhafte Journalisten öffentlich als ihre Feinde bezeichnen, wo körperliche Gewalt an Journalisten weitgehend unbestraft bleibt, kann man sich über die tragischen Todesfälle der letzten Jahre nicht mehr wundern“, so Möhring weiter. Weiterlesen

ROG: Radiojournalist in Gambia sofort freilassen

Reporter ohne Grenzen fordert die unverzügliche Freilassung von Alagie Ceesay, dem geschäftsführenden Direktor des unabhängigen Radiosenders Teranga FM in Gambia. In dieser Woche wurde der bereits in der Vergangenheit Verfolgte in der Hauptstadt Banjul zwei Mal einem Richter vorgeführt. Ceesay wird Volks-Aufwiegelung vorgeworfen.

„Bei dem Fall geht es einzig darum, einen kritischen Journalisten in Gambia zum Schweigen zu bringen und dafür sind den Behörden alle Anschuldigungen recht“, sagt ROG-Österreich Präsidentin Rubina Möhring. „Wir verlangen Ceesays unverzügliche Freilassung, denn er wurde nur deshalb inhaftiert, weil er als geschäftsführender Direktor eines unabhängigen Radiosenders seit Jahren auch kritische Stimmen zu Wort kommen lässt.“ Weiterlesen