Der saudi-arabische Dichter und Blogger Rushdie Al-Ghadeer muss sich für seine Gedichte vor dem "Komitee für die Verbreitung von Keuschheit und der Verhinderung von Lastern" (englisch: Committee for the Propagation of Virtue and Prevention of Vice (CPVPV)) verantworten. Das Komitee, das seine achtstündige Inhaftierung am 4. November in der östlich gelegenen Stadt Dammam veranlasste, forderte einen sofortiges Ende des Verfassens von Gedichten von Al-Ghadeer.
Der 38-jährige hatte regelmäßig seine eigenen Gedichte auf seinem Blog (http://rushdie.mkatoobblog.com) veröffentlicht. In einem speziellen Gedicht namens „Poetische Zauberei" verwies er auf ein Zauberbuch, dass der CPVPV als heidnisch bezeichnet. Ghadeer dazu: „Ich habe einen Absatz aus einem Buch zitiert, um meine Leser darüber zu informieren. Über Heidentum zu reden bedeutet nicht automatisch, selbst ein Ungläubiger zu sein."
Al-Ghadeer, der erst in diesem Jahr den Preis für gegenwärtige Literatur in Warschau gewonnen hat, brachte eine Beschwerde gegen den CPVPV ein.
« previous/next »
- Prev. entry: Polizeischutz für serbische Regionalzeitung
- Next entry: Folter ist Tabu für türkische Journalisten
- Start here: Main Index
Related entries
No TrackBacks
TrackBack URL: http://www.rog.at/mt/mt-tb.cgi/236

Leave a comment