Reporter ohne Grenzen begrüßt die Entscheidung eines Teheraner Berufungsgerichts, die
Haftstrafe der Journalistin Roxana Saberi auf eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren zu reduzieren. Roxana Saberi wurde gegen 15:15 Uhr MEZ aus dem Gefängnis entlassen.
Sie wird beschuldigt, als geheim eingestufte Informationen gesammelt und weitergegeben zu haben.
Roxana Saberi befand sich bis zum 7.Mai in Hungerstreik. Ein Teheraner Revolutionsgericht hatte Saberi am 18. April wegen "Spionage für die USA" zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.
Als Saberis Eltern ihre Tochter am 4. Mai im Teheraner Evin-Gefängnis besuchten, gab die Journalistin dem Drängen ihres Vaters nach und nahm zwei Löffel Yoghurt zu sich. Am Abend des 5. Mai bestätigte sie gegenüber ihren Eltern, dass sie ihren Hungerstreik aufgeben wolle. Saberi bedankte sich auch für die internationale Solidaritätskampagne zu Ihren Gunsten.
In Übereinstimmung mit iranischem Gesetz haben Saberis Anwälte am 5. Mai einen Antrag auf Freilassung Saberis gegen Kaution beim Richter der 28. Kammer des Teheraner Revolutionsgerichtes eingereicht. "Die iranischen Behörden sollten Roxana Saberis Rechte respektieren und dem Gesuch ihrer Anwälte nachkommen, sie noch vor dem Berufungsprozess gegen Kaution zu entlassen", fordert ROG.
Der Sprecher der Justizbehörde, Aliresa Jamshidi, kündigte am 5. Mai an, dass die Berufungsverhandlung in der kommenden Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit, in Anwesenheit von Vertretern der Staatsanwaltschaft, des Informationsministeriums und der Anwaltsvereinigung stattfinden würde.
ROG kritisiert den eingeschränkten Teilnehmerkreis: "Unabhängige Beobachter müssen zu der Verhandlung zugelassen werden. Wir fordern, dass namentlich Shirin Ebadi, Friedensnobelpreisträgerin und Leiterin des "Zentrums der Verteidiger der Menschenrechte", an der Verhandlung teilnimmt."
mehr zum Fall Roxana Saberi
Haftstrafe der Journalistin Roxana Saberi auf eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren zu reduzieren. Roxana Saberi wurde gegen 15:15 Uhr MEZ aus dem Gefängnis entlassen.Sie wird beschuldigt, als geheim eingestufte Informationen gesammelt und weitergegeben zu haben.
Roxana Saberi befand sich bis zum 7.Mai in Hungerstreik. Ein Teheraner Revolutionsgericht hatte Saberi am 18. April wegen "Spionage für die USA" zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.
Als Saberis Eltern ihre Tochter am 4. Mai im Teheraner Evin-Gefängnis besuchten, gab die Journalistin dem Drängen ihres Vaters nach und nahm zwei Löffel Yoghurt zu sich. Am Abend des 5. Mai bestätigte sie gegenüber ihren Eltern, dass sie ihren Hungerstreik aufgeben wolle. Saberi bedankte sich auch für die internationale Solidaritätskampagne zu Ihren Gunsten.
In Übereinstimmung mit iranischem Gesetz haben Saberis Anwälte am 5. Mai einen Antrag auf Freilassung Saberis gegen Kaution beim Richter der 28. Kammer des Teheraner Revolutionsgerichtes eingereicht. "Die iranischen Behörden sollten Roxana Saberis Rechte respektieren und dem Gesuch ihrer Anwälte nachkommen, sie noch vor dem Berufungsprozess gegen Kaution zu entlassen", fordert ROG.
Der Sprecher der Justizbehörde, Aliresa Jamshidi, kündigte am 5. Mai an, dass die Berufungsverhandlung in der kommenden Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit, in Anwesenheit von Vertretern der Staatsanwaltschaft, des Informationsministeriums und der Anwaltsvereinigung stattfinden würde.
ROG kritisiert den eingeschränkten Teilnehmerkreis: "Unabhängige Beobachter müssen zu der Verhandlung zugelassen werden. Wir fordern, dass namentlich Shirin Ebadi, Friedensnobelpreisträgerin und Leiterin des "Zentrums der Verteidiger der Menschenrechte", an der Verhandlung teilnimmt."
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