Mehr als 6000 Euro Strafe muss der ägyptische Blogger Tamer Mabrouk aus Port Said bezahlen, weil der über umweltschädigende Entsorgungsmethoden einer Chemiefabrik in seinem Blog berichtete. Die Firma, über die er schrieb, verklagte ihn im Juni 2008 wegen Verleumdung - Tamer Mabrouk ist damit der erste ägyptische Blogger, der für seine Blogeinträge angeklagt wurde.
"Mit meinem Blog wollte ich vor allem die Korruption in Ägypten aufdecken", so Mabrouk über die Idee, mit einem Blog an die Öffentlichkeit zu gehen. Angefangen hatte es mit einer Attacke auf den Präsidenten Mubarak in der Stadt Port Said: "Zwischen der offiziellen Version des Übergriffs und dem, was wirklich geschah, gab es einen großen Unterschied", so Mabrouk.
Nachdem er immer wieder über die illegalen Praktiken der ägyptischen Chemieindustrie Trust Chemical Industries berichtet hatte, inhaftierte die Polizei den Geschäftsführer von Mabrouks Webseitenanbieter. Mittlerweile verfügt die Polizei über seinen Blog.
Mabrouk und seine Frau mussten aus ihrer Mietwohnung ausziehen. Die Geldstrafe und der durch die Anklage bedingte Verlust seines Jobs brachten sie in enorme existentielle Schwierigkeiten. Mit finanzieller Unterstützung von Reporter ohne Grenzen gelang es Mabrouk und seiner Familie vorerst, der Situation standzuhalten und sich nicht einschüchtern zu lassen, auch wenn die Geldstrafe, die er nun zahlen muss, hundert mal höher ist als sein Monatsverdienst war.
Für ihn steht fest, dass er weitermacht: "das ist für mich keine persönliche Frage, sondern ein Kampf um Meinungsfreiheit. Ich will mein Land gegenüber gegenüber skrupellosen Unternehmen verteidigen".
Zum Originaltext in englischer Sprache >>
"Mit meinem Blog wollte ich vor allem die Korruption in Ägypten aufdecken", so Mabrouk über die Idee, mit einem Blog an die Öffentlichkeit zu gehen. Angefangen hatte es mit einer Attacke auf den Präsidenten Mubarak in der Stadt Port Said: "Zwischen der offiziellen Version des Übergriffs und dem, was wirklich geschah, gab es einen großen Unterschied", so Mabrouk.
Nachdem er immer wieder über die illegalen Praktiken der ägyptischen Chemieindustrie Trust Chemical Industries berichtet hatte, inhaftierte die Polizei den Geschäftsführer von Mabrouks Webseitenanbieter. Mittlerweile verfügt die Polizei über seinen Blog.
Mabrouk und seine Frau mussten aus ihrer Mietwohnung ausziehen. Die Geldstrafe und der durch die Anklage bedingte Verlust seines Jobs brachten sie in enorme existentielle Schwierigkeiten. Mit finanzieller Unterstützung von Reporter ohne Grenzen gelang es Mabrouk und seiner Familie vorerst, der Situation standzuhalten und sich nicht einschüchtern zu lassen, auch wenn die Geldstrafe, die er nun zahlen muss, hundert mal höher ist als sein Monatsverdienst war.
Für ihn steht fest, dass er weitermacht: "das ist für mich keine persönliche Frage, sondern ein Kampf um Meinungsfreiheit. Ich will mein Land gegenüber gegenüber skrupellosen Unternehmen verteidigen".
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