Tätigkeiten

Tätigkeiten

Lesen Sie hier, wie sich Reporter ohne Grenzen auf nationaler und internationaler Ebene für die Pressefreiheit einsetzt (Informationen zum Press Freedom Award der österreichischen Sektion finden Sie unter dem entsprechenden Link).

1. Tägliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Presseaussendungen und Protestbriefe

Reporter ohne Grenzen sammelt alle verfügbaren Informationen über Verstöße gegen die Pressefreiheit. Nachdem diese überprüft wurden, bringt Reporter ohne Grenzen einen Fall an die Öffentlichkeit, indem Protestbriefe an die Behörden schickt werden und Meldungen über den Fall an die lokalen sowie internationalen Medien aussendet.

Mehr als 1000 Presseaussendungen und Protestbriefe wurden 2006 mit folgendem Ziel veröffentlicht: Druck auf Regierungen auszuüben, die die Pressefreiheit untergraben. Medien und Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam machen um sie zu ermutigen, sich für verfolgte JournalistInnen einzusetzen.

Die Presseaussendungen sind auf www.rog.at und www.rsf.org abrufbar (Suchfunktion!)

2. Patenschaften für JournalistInnen

Seit 1989 ruft Reporter ohne Grenzen französische und internationale Medien dazu auf, Patenschaften für JournalistInnen zu übernehmen, die aufgrund ihrer Arbeit im Gefängnis sitzen. Diese Paten werden gebeten sie zu unterstützen indem sie zum Beispiel regelmäßig zur Freilassung des inhaftierten Journalisten aufrufen. Dies ist wichtig um sicherzustellen, dass sie nicht in Vergessenheit geraten. Zudem bietet öffentliche Aufmerksamkeit einen gewissen Schutz vor der Willkür der GefängniswärterInnen. Nähere Informationen finden Sie in der Rubrik Patenschaften.

3. Missionen zur Beschaffung von Information

Wenn die Informationen die dem internationalen Sekretariat zu Verfügung stehen, in bestimmten sehr ernsten Fällen nicht ausreichen, senden wir sog. „Fact-finding Missions" aus. Diese werden beauftragt, gegen die MörderInnen von JournalistInnen zu ermitteln, mit den Familie und AnwältInnen der JournalistInnen zu sprechen, und sich mit der Regierung zu treffen. Außerdem wird die Arbeit dieser Mission in lokalen Medien veröffentlicht. Die Regierung wird damit aufgerufen, ernsthaft in dem Fall zu ermitteln, um die Straflosigkeit der Täter zu unterbinden. Die Missionberichte können Sie in der Rubrik "Downloads" abrufen.  

4. Hilfe für inhaftierte JournalistInnen


Reporter ohne Grenzen unterstützte 2006 die Familien von über 100 inhaftierten JournalistInnen bei der Bezahlung von Anwaltskosten oder medizinischer Ausgaben. Die Organisation hilft auch in Not geratenen JournalistInnen oder Medien. Einige Beispiele  finden Sie hier.

5. Hilfe für JournalistInnen auf der Flucht

Diese Abteilung von Reporter ohne Grenzen hilft JournalistInnen, die gezwungen wurden, aus ihrer Heimat zu fliehen. Mindestens 132 Asylanträge wurden allein 2006 von JournalistInnen gestellt, die aufgrund ihrer Arbeit von den Behörden verfolgt wurden. Die Abteilung hilft ihnen unter anderem beim Ausfüllen der Asylanträge, der Arbeits- und Wohnungssuche.

Das „JournalistInnen-Haus"  wurde von Danièl Ohayon und Philipp Spinau 2002 in Paris gegründet und am Welttag der Pressefreiheit eröffnet. Jedes Jahr werden über 30 JournalistInnen beherbergt, die während ihr Antrag bearbeitet wird im „JournalistInnen-Haus" wohnen dürfen. Dies hilft ihnen das Land, in dem sie künftig leben und arbeiten werden, besser kennen zu lernen und sich mit der Sprache vertraut zu machen. Es wird ihnen dort auch dabei geholfen, ihre journalistische Arbeit wieder aufzunehmen.

6. Blitzaktionen

Um sich Gehör für Proteste wegen schwerwiegender Verstöße gegen die Pressefreiheit zu verschaffen, führt Reporter ohne Grenzen „Blitzaktionen" während offizieller Staatsbesuche durch.

Diese Aktionen, die größtenteils durch die Medien unterstützt werden, helfen der Organisation Druck auf jene Länder auszuüben, die einerseits gegen die Pressefreiheit verstoßen, andererseits aber besorgt um ihr Image in der internationalen Staatengemeinschaft sind.

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7. Reporterdenkmal in Bayeux

Die französische Stadt Bayeux hat gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen ein Denkmal erbaut, das symbolisch für alle JournalistInnen steht, die seit 1944 während ihrer Arbeit ums leben kamen. Das Denkmal wurde von dem französischen Architekten und Landschaftskünstler Samuel Craquelin entworfen. Die Fußgängerwege im Park sind aus weißen Steinen gemacht. Jeder Stein ist mit dem Namen eines der 2000 Reportern versehen, die im Auftrag uns zu informieren ihr Leben ließen.
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8. Werbekampagnen

2006 hat Reporter ohne Grenzen ein duzend professioneller Werbekampagnen in verschiedensten Print-Medien und im Radio und Fernsehen lanciert

Diese Werbe-Kampagnen sind notwendig, um die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, dass es wichtig ist sich für Redefreiheit einzusetzen; körperliche Übergriffe auf JournalistInnen zu melden und vor Internationalen Organisationen, Medien und Regierungen zu protestieren, die mit Länder die das Grundrecht der Redefreiheit verletzen, in Verbindung stehen.

9. Publikationen 

-Jedes Jahr veröffentlicht Reporter ohne Grenzen Zahlen über die weltweit getöteten, verletzten oder bedrohten JournalistInnen und die Anzahl der zensierten Medien.

-„Der weltweite Pressefreiheitsindex"

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Jeden Oktober werden von Reporter ohne Grenzen Erhebungen zur weltweiten Medienfreiheit veröffentlicht. Diese erscheinen dann in einem Ranking, das Aufschluss über den Grad der Pressefreiheit in den jeweiligen Ländern gibt

Poster:

Reporter ohne Grenzen stellt jedes Jahr sechs Poster für ihre Mitglieder und Medien her. Jedes einzelne behandelt eine Situation oder eine Thema, dass mit Pressefreiheit zu tun hat, wie zum Beispiel: Fotos von eingesperrten Fotografen, Repression in Kuba, die Opfer des Irakkrieges etc.

10. Eine neue Möglichkeit sich auszudrücken: Das Magazine Médias und blogmedias.com

Das französischsprachige Magazin Médias kommt seit 2006 in einem neuen Format heraus. Der qualitativ und quantitativ verbesserte Inhalt soll den gesamten Medienbereich abdecken. In dem Magazin finden sich zum Beispiel Reportagen über die Hintergründe des Journalismus.

Die Webseite des Magazins www.leblogmedias.com wird jeden Tag upgedatet und besteht aus Kolumnen, satirischen Seiten und ermöglicht den regen Austausch mit andere Lesern.
 

Reporter ohne Grenzen bietet an, einfache Text- und Fotobloggs professionell auf der Homepage www.rsfblog.org zu betreuen. Der Service wurde während der Aktion „24 Stunden gegen Online-Zensur" am 7. und 8. November 2006 eingerichtet und ist in fünf Sprachen -Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch- erhältlich.

Vier gute Gründe, auf der Reporter ohne Grenzen Plattform zu bloggen:

    * Geste im Kampf gegen Zensur
    * Sie treten einer gleichgesinnten Blogger-Community bei, die diese Werte verteidigt
    * die streng vertrauliche Behandlung persönlicher Daten ist garantiert
    * hohe technische Qualität bei einfacher Handhabung ohne Werbung

   








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Reporter ohne Grenzen Österreich ist eine regierungsunabhängige Menschenrechtsorganisation mit Beobachterstatus bei Europarat und UNESCO und ist akkreditiert bei den Vereinten Nationen.

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