Reporter ohne Grenzen veröffentlicht drei Seiten aus dem Buch "Friede und Bestrafung", für das die französische Autorin und Journalistin Florence Hartmann vom Internationalen Tribunal für Kirgesverbrecher im ehemaligen Jugoslawien (ICTY) angeklagt wurde. Hartmann hatte auf den drei Seiten beschrieben, wie Richter des ICTY Schlüsselbeweise zurückhielten, die klar machten, dass die serbische Regierung in Kriegsverbrechen verwickelt war.
Reporter ohne Grenzen möchte mit der Publikmachung der betreffenden Seiten auf seiner Homepage die Unterstützung für die Autorin deutlich machen und ruft andere Medien zur Nachahmung auf. Denn Hartmann. die als Korrespondentin von "Le Monde" arbeitete und später offizielle Sprecherin und Balkan-Beraterin von der ICTY-Chefin Carla del Ponte war, muss mit bis zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 100,000 Euro rechnen. Ihr Verfahren beginnt am 15. Juni in Den Haag.
"Internationale Kriegsverbrechertribunale sollte Kriegsverbrecher bestrafen, nicht Journalisten", so Reporter ohne Grenzen. "Was Hartmann publiziert hat ist kein Verstoß gegen das Gericht. Es erklärt nur die Arbeitsweise des Tribunals, den Inhalt der Arbeit und die Konsequenzen seiner Entscheidungen."
Reporter ohne Grenzen möchte mit der Publikmachung der betreffenden Seiten auf seiner Homepage die Unterstützung für die Autorin deutlich machen und ruft andere Medien zur Nachahmung auf. Denn Hartmann. die als Korrespondentin von "Le Monde" arbeitete und später offizielle Sprecherin und Balkan-Beraterin von der ICTY-Chefin Carla del Ponte war, muss mit bis zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 100,000 Euro rechnen. Ihr Verfahren beginnt am 15. Juni in Den Haag.
"Internationale Kriegsverbrechertribunale sollte Kriegsverbrecher bestrafen, nicht Journalisten", so Reporter ohne Grenzen. "Was Hartmann publiziert hat ist kein Verstoß gegen das Gericht. Es erklärt nur die Arbeitsweise des Tribunals, den Inhalt der Arbeit und die Konsequenzen seiner Entscheidungen."
Die Entscheidung des internationalen Gerichtes sei nicht nur ein Verstoß gegen die Meinungs- und Pressefreiheit, sondern werfe auch ein schlechtes Licht auf die Institution, so Reporter ohne Grenzen: "mit welchem Beispiel geht das Tribunal voran, wenn es Journalisten verklagt, die unterdrückte Gerechtigkeit aufdecken?"
Die Klage, die das Tribunal gegen Hartmann am 27. August 2008 einbrachte, bezieht sich auf ihr Buch "Friede und Bestrafung". Sie basiert auf dem Vorwurf, Hartmann habe vertrauliche Entscheidungen des Gerichtes wissentlich und absichtlich an die Öffentlichkeit gebracht.
Die Seiten des Buches können Sie hier abrufen (französisch)
Die Klage, die das Tribunal gegen Hartmann am 27. August 2008 einbrachte, bezieht sich auf ihr Buch "Friede und Bestrafung". Sie basiert auf dem Vorwurf, Hartmann habe vertrauliche Entscheidungen des Gerichtes wissentlich und absichtlich an die Öffentlichkeit gebracht.
Die Seiten des Buches können Sie hier abrufen (französisch)
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