Somalia: Kameramann erschossen

Somalia: Kameramann erschossen

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist in der Nacht auf den 17. September der Kameramann Zacharia Mohamed Mohamud Moallim von unbekannten Tätern erschossen worden. Der 24-jährige wurde durch einen Kopf- und einen Brustschuss sofort getötet. Er ist damit der neunte Journalist, der in Somalia in diesem Jahr getötet wurde.

Bisher ist nicht eindeutig klar, ob der Mord in Zusammenhang mit Moallims Arbeit als Journalist steht. Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert von den Regierungsverantwortlichen dennoch mehr Engagement und Unterstützung der Pressefreiheit sowie eine striktes Vorgehen gegen Einschüchterungsversuche und Angriffe gegenüber Journalisten.


„Der somalische Präsident, Hassan Sheik Mohamud, muss die Situation der Journalisten in seinem Land ernst nehmen, denn in Somalia ist diese Berufsgruppe gefährdeter als in jedem anderen Land auf dem afrikanischen Kontinent”, so ROG.

„Wir fordern eine genaue Untersuchung des Tathergangs und eine angemessene Bestrafung der Täter. Die Regierung muss bei der Verfolgung der Täter und beim Schutz der Journalisten härter durchgreifen. Nur so lässt sich die Abwärtsspirale von Einschüchterung und Selbstzensur, in der sich Medienschaffende in Somalia befinden, durchbrechen”, so ROG weiter.

Somalia steht auf Platz 164 von 179 auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

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