ROG ist entsetzt über um ermordete Journalisten und zunehmende Gewalt in der Ostukraine

ROG ist entsetzt über um ermordete Journalisten und zunehmende Gewalt in der Ostukraine

Reporter ohne Grenzen ist schockiert über den Tod des italienischen Journalisten Andrea Rochelli und seinen russischen Übersetzer Andrej Mironov am 24.Mai in der Nähe der ostukrainischen Stadt Slowjansk. Beide wurden durch Mörserbeschuss getötet. Der französische Fotograf William Roguelon (Presseagentur Wostok) befand sich ebenfalls am Ort des Geschehens, kam aber mit Beinverletzungen davon.
„Wir sind entsetzt über den Tod der beiden Medienarbeiter. Der Vorfall zeigt, wie gefährlich die Situation für Journalisten in der Ostukraine bereits geworden ist.Damit ist aber zugleich auch das Recht der Bevölkerung auf Information gefährdet”, so Rubina Möhring, ROG-Österreich Präsidentin.

Andrea Rocchelli, Andrej Mironov und William Roguelon gerieten am Abend des 24.Mai in einen Schusswechsel. Roguelon gelang trotz seiner Verletzung die Flucht in sicheres Gelände. Anwohner brachten ihn in ein nahegelegenes Krankenhaus. Andrea Rochelli gründete 2008 das Fotografenkollektiv „Cesura“. Er dokumentierte weltweit Konflikte und Kriegsgeschehen und war unter anderem für die Zeitungen „Le Monde”, „Foreign Policy” oder „Novaja Gazeta” tätig.Seit einigen Wochen bereiste er die Ukraine, begleitet vom Menschenrechtsaktivisten Andrej Mironov.
In der Ukraine sind seit Beginn des Jahres bereits 218 Journalisten verletzt oder angegriffen worden. Andrea Rochelle und Andreij Mironov waren jedoch die ersten Todesopfer unter den Journalisten.
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