Radiomoderator auf Sendung erschossen: Reporter ohne Grenzen fordern Aufklärung

Radiomoderator auf Sendung erschossen: Reporter ohne Grenzen fordern Aufklärung

Reporter ohne Grenzen fordern die Behörden Perus auf, rasch und lückenlos den Mord an einem Radiomoderator aufzuklären: Hernán Choquepata Ordóñez („Randy“ Ordóñez) wurde am Sonntag, 20. November 2016, in der peruanischen Küstenstadt Camaná erschossen, während er für Radio La Ribereña eine Musiksendung moderierte. Ein Schütze war in den Radiosender gestürmt und hatte dem Moderator in den Kopf geschossen.

In seiner Sendung „Habla el Pueblo” (deutsch: „Die Menschen sprechen“) ließ Ordóñez immer wieder Bewohnerinnen und Bewohner zu Wort kommen, die sich über die dortigen Behörden beschwerten. Ordóñez selbst übte häufig offen Kritik an der lokalen Führung. So kritisierte er eine Woche vor seinem Tod die Bürgermeister von Camaná und dem Nachbarort, Mariscal Cáceres. Seine Kollegen berichten, er habe in letzter Zeit Todesdrohungen erhalten und diese auch der Polizei gemeldet.

„Bei den Untersuchungen dieses schockierenden Mordes muss unbedingt berücksichtigt werden, dass ein Zusammenhang mit Ordóñez’ Arbeit als Journalist besteht“, fordert Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich. „Dieser Mord darf nicht straflos bleiben.“

Peru ist auf der Rangliste von Reporter ohne Grenzen auf Platz 84 von 180 Ländern (World Press Freedom Index).

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