Pakistan: Zwei Reporter bei Selbstmordanschlag getötet

Pakistan: Zwei Reporter bei Selbstmordanschlag getötet

Reporter ohne Grenzen (ROG) ist bestürzt über den Tod von mindestens 40 Menschen, darunter zwei Journalisten, bei einem Doppelanschlag am 6. Dezember im Stammesgebiet Mohmand im nordwestlichen Pakistan. Zwei Attentäter sprengten sich während eines Treffens von Stammesführern und Staatsbediensteten in Ghalanai, der Hauptstadt von Mohmand, in die Luft.

Bei den beiden getöteten Journalisten handelt es sich um die Fernsehjournalisten Abdul Wahab von Express TV und Pervez Khan von Waqt TV. Bei der Explosion in der Nähe des Verwaltungsgebäudes, in dem die Zusammenkunft stattfand, wurden weitere 70 Personen verletzt, darunter der Journalist Mohib Ali von der Nachrichtenagentur News Network International.

Zu dem Anschlag in Mohmand bekannten sich die pakistanischen Taliban. Ihr Führer in Mohmand, Umer Khalid, sagte, das Attentat sei ausgeübt worden, um sich an der pakistanischen Regierung für die Aushändigung ausländischer Kombattanten an die USA zu rächen.


Erst kürzlich hatten sich die Reporter Wahab und Khan während eines Treffens mit einem ROG-Vertreter in Peschawar über ihre gefährliche Arbeit in den Stammesgebieten Pakistans und die fehlende Sicherheit speziell in Mohmand geäußert.

Mit in diesem Jahr insgesamt elf getöteten Journalisten ist Pakistan derzeit das weltweit gefährlichste Land für Medienschaffende. Mullah Mohammad Omar, Chef der Taliban, steht auf der Liste „Feinde der Pressefreiheit” von ROG.

Im Mai dieses Jahres brachte ROG gemeinsam mit dem Verband „Pakistan Federal Union of Journalists” einen Appell heraus, in dem die Organisation Selbstmordanschläge auf Zivilisten und darunter Medienschaffenden scharf verurteilen.

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