„Nur internationale Aufmerksamkeit kann mein Leben schützen”

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Dina_Meza_2(C) Nina Kreuzinger.JPG                   Copyright: Nina Kreuzinger

ROG-Pressegespräch mit der honduranischen Journalistin Dina Meza

Seit dem Putsch im Jahr 2009 sind in Honduras 33 Journalisten ermordet worden. Neben Mexiko und Brasilien ist Honduras das gefährlichste Land für Pressevertreter in Lateinamerika; weltweit steht es auf Platz 127. Im November 2013 wird wieder gewählt – es werden schmutzige Wahlen erwartet; die Zahl der politischen Morde ist in den vergangenen Monaten bereits wieder gestiegen.

Dina Meza, engagierte Journalistin aus Honduras, wurde aufgrund aktueller Lebensbedrohungen von der Universität York zu einem Exilaufenthalt eingeladen. Meza weist auf die Verantwortung der europäischen Regierungen; sie plädiert dafür, dass jene beim honduranischen Staat Rechenschaftspflicht einfordern, wo die Entwicklungsgelder denn hinfließen. Im Rahmen des Pressegesprächs in Wien berichtet sie außerdem: Über die Lage der Menschenrechte in ihrem Heimatland, ihre aktuelle Arbeitssituation und die wachsende Bedeutung alternativer Medien in Honduras.

Reporter Ohne Grenzen und die Honduras-JournalistInnendelegation laden Sie zu diesem Pressegespräch ein:

 

Montag, 22. April 2013; 11.00 Uhr

Presseclub Concordia, Bankgasse 8 (kleiner Raum), 1010 Wien

 

Begrüßung:     Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich

Moderation:     Erhard Stackl, Chef vom Dienst / Der Standard

Podium:           Dina Meza, Journalistin und Menschenrechtsverteidigerin (Honduras)

                        Nina Kreuzinger, Honduras-JournalistInnendelegation

                        Andrea Lammers, Honduras-JournalistInnendelegation

       
Einladung als pdf
 

Anmeldungen ab sofort bei:

Pressestelle Reporter ohne Grenzen Österreich
Evamaria Kulovits, ikp Wien, T: 01/524 77 90-24, evamaria.kulovits@ikp.at


Über Reporter ohne Grenzen Österreich (ROG)

Reporter ohne Grenzen Österreich setzt sich weltweit für die Medienfreiheit und Freiheit der Reporter ein und unterstützt bei Inhaftierung und Ermordung deren Familien. Die unabhängige Organisation mit Sitz in Paris, Niederlassung in Österreich und mehr als hundert Korrespondenten in aller Welt fordert aktiv den Respekt vor den Menschenrechten und beruft sich auf den Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Die Freiheit zu informieren und informiert zu werden.

Die Pressearbeit von Reporter ohne Grenzen Österreich erfolgt in Kooperation mit dem Presse- und Informationsdienst (PID) der Stadt Wien.

 

TERMINAVISO/ZUSATZHINWEIS

 

Infoveranstaltung – 17. April 2013

Honduras – Ein Land im Ausverkauf.

Bevor das Palmöl zu uns fließt, fließt in Zentralamerika Blut

 

Mittwoch, 17. April 2013 (Tag des kleinbäuerlichen Widerstands), 19.30 Uhr

AAI (Afro-Asiatisches Institut)

1090 Wien, Türkenstraße 3

 

Filmvorführung, Österreich-Premiere:

„Bajo Aguán: Schrei nach Land”, Giorgio Trucchi, Honduras 2012, 30 min., mit dt. UT

 

Dina Meza (und Ralf Leonhard (Journalist, aktiv bei FIAN Österreich und IGLA) sprechen über die allgemeine Lage im Land vor den Wahlen im November 2013, über Landraub und Vertreibung im Bajo Aguán – und inwieweit auch wir mit den Geschehnissen in Zentralamerika zu tun haben.

 

Moderation: Erhard Stackl

 

Kooperation FIAN / IGLA / Honduras-JournalistInnendelegation

www.fian.at

 

 

Oktofokus Lateinamerika-Schwerpunktabend – 27. April 2013

Aufstehen gegen Gewalt – Lateinamerika im Widerstand

 

Okto, Samstag, 27. April 2013, 20 Uhr

 

Drei Dokus rund um Gewalt und Unterdrückung sowie Emanzipation und Kreativität im Widerstand. Seit dem Putsch 2009 herrscht in Honduras ein Regime der Repression und Straflosigkeit. „Bajo Agúan: Schrei nach Land” thematisiert den Landraub in der fruchtbarsten Region von Honduras: Hier werden Kleinbauern zugunsten der Palmölindustrie vertrieben oder getötet. „Wo der Tod Teil der Landschaft ist” begleitet die Aktivisten und Radiomacher der indigenen Menschenrechtsorganisation COPINH bei ihrem Einsatz gegen die Zerstörung ihrer Lebenswelt und für eine Neugründung des Staates Honduras. „Singen gegen das Vergessen” erzählt die Geschichten von zwei Musikern, die ihre Heimatländer Guatemala und Chile verlassen mussten. Der junge Rapper Nim Alae und der alte Gitarrist Cirilo leben heute in Berlin und wollen mit ihrer Musik ein Bewusstsein für die Kämpfe ihrer Länder schaffen.

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