Libyen: TV-Journalistin brutal ermordet aufgefunden

Libyen: TV-Journalistin brutal ermordet aufgefunden

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Die libysche Journalistin Naseeb Miloud Karfana ist am vergangenen Donnerstag den 29. Mai mit durchgeschnittener Kehle und Foltermerkmalen in der südlich gelegenen Stadt Sabha in Libyen tot aufgefunden worden. Karfana, die für den TV-Sender „Libya Al-Wataniya” tätig war, befand sich gerade mit ihrem Verlobten im Auto auf dem Weg zu einer Hochzeit, bei der sie jedoch nie ankam.Wie Reporter ohne Grenzen (ROG) am Montag erfuhr, ist sie gemeinsam mit ihrem Verlobten ermordet worden.
Reporter ohne Grenzen fordert die libyschen Behörden auf, die Täter zu identifizieren und dem Klima der Straflosigkeit in Libyen ein Ende zu setzen, unter dem vor allem Journalisten besonders zu leiden haben.

„Journalisten müssen in Libyen unter zunehmend gefährlichen Bedingungen arbeiten”, so Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich. „Die Intoleranz gegenüber kritischer Berichterstattung wird größer. Unsere Organisation zählt bereits über 60 Verletzungen der Pressefreiheit seit Jahresbeginn in Libyen, darunter bereits zwei ermordete Journalisten innerhalb einer Woche”, so Möhring. Erst drei Tage zuvor war der Journalist Muftah Buzeid von der staatlichen Zeitung Burniq erschossen worden.
Zwar ist das Tatmotiv für den Mord an Karfana nicht letztendlich geklärt, doch liegt ein Zusammenhang der Ermordung mit ihrer Tätigkeit als Journalistin nahe. Bekannten zufolge wurden Naseeb Karfana und ihr Verlobter in der letzten Zeit von anonymen Tätern immer wieder bedroht.
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