Inhaftierter aserbaidschanischer Journalist Eynulla Fatullayev beendet Hungerstreik

Inhaftierter aserbaidschanischer Journalist Eynulla Fatullayev beendet Hungerstreik

Der seit 2007 inhaftierte aserbaidschanische Journalist Eynulla Fatullayev beendete am Sonntag einen mehrtägigen Hungerstreik. Mit dem Streik wollte Fatullayev  auf seine anhaltende, offensichtlich politisch motivierte Inhaftierung aufmerksam machen und die aserbaidschanische Regierung unter dem Druck der Öffentlichkeit zu einer Freilassung zu bewegen. Lokale Medien reagierten mit Berichten und Forderungen nach Entlassung des anfänglich wegen Verleumdung und Steuerhinterziehung verhafteten Journalisten. Im Dezember letzten Jahres wurde seine Strafe wegen angeblichen Heroinbesitzes im Gefängnis erhöht.

Die Regierung zeigte keinerlei Reaktion auf den Hungerstreik. Auch auf den Beschluss des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte am 22.April, die Inhaftierung Fatullayevs sei illegal und er daher sofort zu entlassen, gab es keine Bewegung seitens aserbaidschanischer Autoritäten. Die nächste gerichtliche Anhörung findet am 9. Juni statt.

Reporter ohne Grenzen (ROG) macht die aserbaidschanische Regierung darauf aufmerksam, dass die Beschlüsse des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verbindlich sind und daher ausgeführt werden müssen, sofern keine Berufung vorliegt. ROG fordert seit 2007 die Freilassung Fatullayevs.

Eynulla Fatullayev war als Herausgeber zweier führender Oppositionszeitungen (der Wochenzeitung ‘Realny Azerbaijan’ und der Tageszeitung ‘Gundelik Azerbaijan’ ) tätig. Im Jahr 2009 war er Preisträger des  Press Freedom Award von Reporter ohne Grenzen Österreich. 

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