“Ich wäre nur noch eine Opferzahl in der Mörderstatistik”

“Ich wäre nur noch eine Opferzahl in der Mörderstatistik”

Reporter ohne Grenzen sprach mit dem mexikanischen Journalisten Emilio Gutiérrez Soto: über die Bedrohungen durch das Militär an seinem Wohn-und Arbeitsort Chihuahua, seine Gefangenschaft in der texanischen Grenzstadt El Paso, seine Flucht in die USA und seine Inhaftierung von der dortigen Einwanderungsbehörde.

Sieben Monate lang war der Journalist der Zeitung El Diario del Noroeste in El PAso eingesperrt. Nach seiner Freilassung floh er mit seinem Sohn in die Vereinigten Staaten und suchte um Asyl an. “Wenn ich nicht geflohen wäre, ich wäre heute nur noch eine Opferzahl in der Statistik der ermordeten Jorunalisten”, meint Gutiérrez, dessen Kollege Rodríguez Carreón vorigen November während einer Periode extremer Gewalt durch Mord ums Leben kam.

“Gutiérrez Geschichte ist leider ein typisches Beispiel für die schreckliche Situation, in der sich mexikanische Journalisten befinden, und zwar auf beiden Seiten der Grenze”, so Reporter ohne Grenzen. In dieser vom Drogenschmuggel geprägten Region sind auch US Journalisten von Gewalt betroffen.

Mit der Veröffentlichung des Interviews will Reporter ohne Grenzen mexikanische Autoritäten wie auch US Behörden dazu aufrufen, mehr für die Sicherheit in der Region zu tun. Dazu gehört auch, politisch motivierte Asylverfahren zu beschleunigen und Asyl zu gewähren.

Lesen Sie hier das ganze Interview

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