Gerichtsurteil gegen Michail Beketow aufgehoben

Gerichtsurteil gegen Michail Beketow aufgehoben

Reporter ohne Grenzen (ROG) begrüßt die Entscheidung eines Gerichts im Moskauer Vorort Chimki, den Schuldspruch gegen den russischen Journalisten Michail Beketow aufzuheben. Einen Monat zuvor war Beketow wegen Verleumdung verurteilt worden.

Die nunmehrige Aufhebung des Urteils gegen Beketow stellt für Reporter ohne Grenzen eine erfreuliche Rehabilitation für den Chefredakteurs der “Chimkinskaja Prawda” dar.

Beketow war ursprünglich zu 116 Euro Strafe verurteilt worden, nachdem er vorerst der Verleumdung schuldig gesprochen wurde. Zugleich war und ist Beketow selbst Opfer eines brutalen Übergriffs, aufgrund dessen er seit 2008 wegen schweren körperlichen Verletzungen arbeitsunfähig ist.

Michail Beketow ist einer der beiden Preisträger des diesjährigen Press Freedom Award von Reporter ohne Grenzen Österreich. Der Award wurde am 10. Dezember im Haus der Europäischen Union verliehen.


In seinen Texten thematisierte Michail Beketow immer wieder Korruption und Wahlfälschungen im Moskauer Vorort Chimki. Er war außerdem aktives Mitglied einer lokalen Protestbewegung gegen den geplanten Bau einer Fernstraße durch ein Waldgebiet bei Chimki. Der Moskauer berichtete auch über die illegale Vermarktung von Waldgrundstücken im Speckgürtel der Hauptstadt.

Laut der russischen Zeitung “Vedemosti” haben die russischen Behörden am 9.12. die endgültige Entscheidung für den Bau der Straße bekanntgegeben.

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