Familien verfolgter JournalistInnen jetzt unterstützen

Zum morgigen Tag der Pressefreiheit starten wir eine Online-Spendenaktion für die Familien inhaftierter JournalistInnen: „Wenn Väter und Mütter monatelang im Gefängnis sitzen und auf ihre Verhandlung warten, leiden ihre Familien – auch finanziell“, beschreibt Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, die schlimme Lage von vielen Familien verfolgter JournalistInnen, derzeit vor allem in der Türkei. Gerade in Gesellschaften, in denen oftmals nur der Mann ein Einkommen haben kann, wissen die Frauen und Kinder nicht, wovon sie leben sollen, wenn der Familienvater in Haft kommt.

Möhring war im vergangenen Winter zwei Mal in Istanbul zu Prozessbeobachtung und steht in Kontakt mit Familien, deren Väter von der türkischen Polizei willkürlich eingesperrt wurden. Ihr „Verbrechen“: Journalismus. „Diese Familien brauchen Unterstützung für das tägliche Leben – und für Anwälte“, appelliert Möhring. In der Türkei wurden etwa 170 Medien per Dekret geschlossen, und rund 150 JournalistInnen sind derzeit in Haft.

Wir haben ein Spendenkonto eingerichtet, bitte helfen Sie mit.