Erneut Polizeigewalt gegen Journalisten in der Türkei

Erneut Polizeigewalt gegen Journalisten in der Türkei

Am Istanbuler Taksim Platz und den umgebenden Straßen ist es am 6.Juli
erneut zu Polizeigewalt gegen Journalisten gekommen. Mindestens 12
Journalisten wurden dabei verletzt, zwei befinden sich bislang noch in Haft.

Gewalt gegenüber Journalisten gab es auch während der Wiedereröffnung des
Gezi Parks am 8.Juli, nachdem türkische Behörden ihre Pläne für einen
Abriss des Parks und dessen anschließende Bebauung aufgegeben hatten.

Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt die Gewalt gegen Journalisten
seitens der türkischen Polizei, wie auch die Vernichtung von Foto-und
Videomaterial der Journalisten.


„Die Polizei verwendet weiterhin Tränengas, Wasserwerfer und
Gummigeschosse gegen Journalisten. Sie beschuldigt Journalisten außerdem,
Aufstände zu organisieren und zu zivilem Ungehorsam aufzurufen. Wir fordern
einen sofortigen Stopp solcher Verleumdungen”, so Reporter ohne Grenzen
(ROG).

„Journalisten, die kritisch über die Regierung berichtet haben, sind
gefeuert worden. Einige Publikationen sind ganz verboten worden, Medien
wurden am Arbeiten gehindert und viele ausländische Journalisten sind
verhaftet oder des Landes verwiesen worden”, so ROG weiter. „Wir
verurteilen diese Zensurmaßnahmen, wie auch die mittlerweile verbreitete
Selbstzensur”, so ROG.

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