Ein Monat nach der Wahl: 41 Journalistinnen und Journalisten in Haft

Ein Monat nach der Wahl: 41 Journalistinnen und Journalisten in Haft

Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert die Festnahme von fünf weiteren Journalistinnen und Journalisten und Bloggerinnen und Bloggern durch die iranischen Behörden. Einen Monat nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen befinden sich damit 41 Journalistinnen und Journalisten in Haft.

“Vier der letzten fünf Verhafteten werden an einem geheimen Ort festgehalten, und wie bei allen anderen werden auch ihre Familien nicht über ihren Zustand informiert”, sagt ROG. “In den meisten Fällen sind den Gefangenen keine Besuche gestattet und nicht einmal ihre Anwälte haben Akteneinsicht.”


Der Fotograf Tohid Bighi wurde am 11. Juli festgenommen. Er arbeitet für die Internetseite Maschroteh, die den Oppositionskandidaten Mehdi Karubi unterstützte.
Einen Tag zuvor wurde der Fotograf Madschid Saidi von iranischen Geheimdienstbeamten festgenommen. Saidi arbeitete für verschiedene nationale und internationale Nachrichtenagenturen und berichtete 2001 für das Time Magazine aus Afghanistan.

Am 29. Juni wurde Hanghameh Schahidi, die einen eigenen Blog betreibt und in verschiedenen reformorientierten Publikationen Artikel veröffentlicht hat, festgenommen. Die Journalistin Somaieh Nosrati, die für die Zeitungen Teheran Emoros und Hajat No arbeitet, wurde am 21. Juni inhaftiert. Alle vier befinden sich an einem unbekannten Ort.

Said Matinpur von der Wochenzeitschrift Jarpagh wurde am 11. Juli inhaftiert, als er beim Teheraner Revolutionsgericht erschien. Einen Monat zuvor wurde er wegen “Kontakten zu Ausländern” und “Anti-Regierungs-Propaganda” zu acht Jahren Haft verurteilt. Matinpur saß vom 28. Mai 2007 bis 26. Februar 2008 schon einmal im Teheraner Evin-Gefängnis und wurde gegen Kaution freigelassen.

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