Drei Journalisten bei Ausschreitungen in der Dominikanischen Republik verletzt

Drei Journalisten bei Ausschreitungen in der Dominikanischen Republik verletzt

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Mindestens drei Journalisten wurden am 20. September in der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, Santo Domingo, verletzt, während sie über Proteste der Bevölkerung haitianischer Abstammung berichteten.
Die Vorfälle ereigneten sich in der Nachbarschaft, die als „Region des 27. Februar” bekannt ist (Tag der Unabhängigkeit der Dominikanischen Republik). Nachdem ein Polizist einen gebürtigen Haitianer angeschossen hatte, gerieten Proteste aus dem Ruder und es entwickelte sich eine Straßenschlacht. Die Journalistin Yasiris Sánchez (TV „Telesistema”) und ihr Kameramann José Cruz sowie ein weiter Kameramann Silvino da Silva (TV Color Visión) wurden bei ihrer Berichterstattung vor Ort zum Teil schwer verletzt. Sánchez musste mit einer Verletzung am Arm im Krankenhaus behandelt werden, Cruz wurde am Kopf genäht, nachdem er mit einem Stein verletzt worden war.

„Wir verurteilen die Gewalt gegen Journalisten, die über Proteste berichten, auf das Schärfste”, so Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich.” Sowohl die Polizei als auch die Demonstranten müssen die Arbeit der Journalisten respektieren und schützen”, so Möhring weiter.
Die Beziehungen zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik sind schwierig, seit im vergangenen Jahr das Verfassungsgericht enstchieden hatte, dass Personen, die in der Dominikanischen Republik leben, aber Nachfahren von Ausländern sind, keine Dominikanische Staatsbürgerschaft mehr haben sollen. Diese Entscheidung könnte mehr als 200.000 Nachfahren von haitianischen Einwanderern betreffen, die seit 1929 in die Dominikanische Republik immigriert sind.
Die Dominikanische Republik steht auf Platz 68 von 180 Ländern auf dem Index von Reporter ohne Grenzen. 
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