Der Medien größter Feind: Organisierte Kriminalität

Der Medien größter Feind: Organisierte Kriminalität

Neuer Bericht von Reporter ohne Grenzen verdeutlicht die Gefahr organisierter Kriminalität für die Medienfreiheit

In den vergangenen zehn Jahren wurden weltweit 141 Journalisten wegen ihrer Berichterstattung über organisierte Kriminalität ermordet. Mafiöse Gruppen, Drogenkartelle und paramilitärische Einheiten sind damit auf Platz eins der größten Feinde der Medien emporgeklettert – eine Entwicklung, die sich seit dem Ende des kalten Krieges immer deutlicher abzeichnete.

Nach dem jüngsten Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) fallen mehr Journalisten der organisierten Kriminalität zum Opfer als durch diktatorische Regimes. Diese Entwicklung ist weltweit zu beobachten, kein Kontinent sei davon verschont geblieben, so ROG.

Globalisierte Kriminalität stellt mittlerweile eine komplexe ökonomische und geopolitische Realität dar, die sich unter anderem aus globalen ökonomischen Netzwerken, Geldwäsche und Steuerparadiesen zusammensetzt. “Diese Parallelwelt mag auf den ersten Blick unsichtbar sein, doch sie ist allgegenwärtig und wird nicht durch die Verhaftung einzelner Personen gestoppt”, so ROG.


Globalisierte Kriminalität stellt mittlerweile eine komplexe ökonomische und geopolitische Realität dar, die sich unter anderem aus globalen ökonomischen Netzwerken, Geldwäsche und Steuerparadiesen zusammensetzt. “Diese Parallelwelt mag auf den ersten Blick unsichtbar sein, doch sie ist allgegenwärtig und wird nicht durch die Verhaftung einzelner Personen gestoppt”, so ROG.

Journalisten sind durch dieses Phänomen nicht nur physisch gefährdet, sondern werden auch in ihren investigativen Möglichkeiten stark eingeschränkt.

Gleichzeitig versuchen kriminelle Organisationen immer stärker, Medien zu infiltrieren und für sich zu benutzen, so das Ergebnis des Berichtes von Reporter ohne Grenzen, für den die Organisation weltweit lokale Korrespondenten sowie Journalisten und Medien befragte.

Schwierigkeiten beim Kampf gegen organisierte Kriminalität stellen vor allem die mangelnde Vernetztheit der Journalisten dar, sowie mangelnde Ressourcen und der zunehmende ökonomische Druck auf die Medien, der schnelle und oberflächliche Berichterstattung langwierigen investigativen Reportagen vorzieht.

Reporter ohne Grenzen empfiehlt daher die Gründung Journalistischer Vereinigungen: “Zusammenschlüsse von Journalisten können helfen, mediale Unabhängigkeit zu bewahren und den Einfluss undurchschaubarer finanzieller Interessen auf redaktionelle Entscheidungen zu verhindern.”

Den ganzen Bericht lesen Sie hier

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