China: Polizei geht mit Gewalt gegen Journalisten vor

China: Polizei geht mit Gewalt gegen Journalisten vor

chine_jasmin_interieur-2-3cd13.jpgReporter ohne Grenzen verurteilt die Angriffe gegen Journalisten während einer Demonstration der Zivilgesellschaft für Demokratie in Peking.

Bei Protesten am Sonntag in der chinesischen Hauptstadt kam es zu gewalttätigen Übergiffen von Polizisten auch gegen ausländische Journalisten. Ein Reporter der “Bloomberg News” wurde von Polizisten in Zivilkleidung zusammengeschlagen und musste mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Kameras wurden beschlagnahmt um Bilder und Videos zu löschen. Etwa ein Dutzend Journalisten waren für mehrere Stunden auf einer Polizeistation festgehalten. Medien und Webseiten, unter ihnen „TV5″, „CNN” und „Linkedin” wurden zensiert.

Die Demonstration von Verfechtern der Demokratie war zuvor über das Internet angekündigt worden. Hundertschaften von Polizisten und Polizeihunden waren anwesend, um die Demonstration mit Gewalt zu verhindern.

Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert die brutale Vorgehensweise der Polizei gegenüber den Demonstranten wie auch den Journalisten. “Die Vorfälle gegenüber den Journalisten  liegen ganz klar in dem Versuch begründet, die Verbreitung von Foto- oder Videomaterial zu verhindern”, so ROG.


Die chinesische Politik müsse endlich akzeptieren, dass Meinungsfreiheit kein Verbrechen darstelle, so ROG weiter. Es sei fatal, Kritik und Debatte mit Chaos und politischer Instabilität gleichzusetzen.

Schon Tage vor der Demonstration hatten chinesische Autoritäten die Journalisten darüber informiert, dass sie eine Erlaubnis bräuchten, um die Demonstration zu besuchen. Das Filmen und Fotografieren wurde zur Gänze verboten. Die an der Demonstration teilnehmende Zivilgesellschaft wurde als subversiv und gefährlich für die staatliche Sicherheit bezeichnet.Menschenrechtsaktivisten riefen währenddessen zu regelmäßigen Sonntagsdemonstrationen in 13 chinesischen Städten auf.

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