Burma: Gefängnisstrafe für Videoreporter

Burma: Gefängnisstrafe für Videoreporter

Es ist bereits die zweite Verurteilung von Videojournalisten der burmesischen Exilradio- und TV Station „Demokratische Stimme Burmas” innerhalb von einem Monat: Am 27.Januar wurde Ngwe Soe Lin von einem Gericht innerhalb des Ranguner Gefängnisses Insein zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Exilradiostation ” Demokratische Stimme Burmas”, für die Ngwe Soe Lin arbeitet, hat ihre Basis im norwegischen Oslo.

Lin wurde nach dem Gesetz für Elektronik und dem Gesetz für Immigration verurteilt. Seine Festnahme erfolgte bereits am 26.Juni beim Verlassen eines Internetcafés in einem Vorort der Stadt Rangun. Auch einer seiner anwesenden Freunde wurde knapp zwei Monate lang inhaftiert und verhört.

Reporter ohne Grenzen und die Burmesische Mediengesellschaft verurteilen die Strafe gegen den Videojournalisten, wie auch die vier Wochen zurückliegende Verurteilung seiner Kollegin Hla Hla Win zu 20 Jahren Haft. Win hatte die Exilradiostation mit Videomaterial beliefert.

“Wieder einmal hat die Militärjunta ihre Angst vor unkontrolliertem Videojournalismus deutlich gezeigt, indem sie Journalisten des Senders “Demokratische Stimme Burmas” hohe Gefängnisstrafen auferlegt”, so Reporter ohne Grenzen und die Burmesische Mediengesellschaft. Nach Angaben seines Anwalts wird Lin gegen das Urteil Berufung einlegen.

“Unserer Ansicht nach sind, was die Medienfreiheit betrifft, die Zustände in Burma weiterhin alles andere als frei und demokratisch”, so die Organisationen weiter. Mindestens 15 Journalisten und Blogger sind zur Zeit in Burma inhaftiert.

Mehr über die Festnahme von Hla Hla Win hier

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