Bereits sechs Bürgerjournalisten von syrischer Regierung getötet

Bereits sechs Bürgerjournalisten von syrischer Regierung getötet

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In der syrischen Stadt Aleppo ist während einer Demonstration am 4. Mai der erst 19 Jahre alte Bürgerjournalist Abdul Ghani Kaakeh von Sicherheitskräften mit gezielten Schüssen getötet worden.

Kaakeh wurde in den Nacken geschossen, während er die Demonstranten mit einer Kamera aufzeichnete. Kurz zuvor wurde er vom Sicherheitsdienst aufgefordert, das Filmen zu stoppen.

Reporter ohne Grenzen verurteilt das brutale Vorgehen der syrischen Streitkräfte und des Sicherheitsdienstes zutiefst. „Der Mord an Abdul Ghani Kaakeh ist ein weiteres trauriges Zeichen dafür, wie der syrische Präsident Bashar al-Assad den Plan eines Waffenstillstands ignoriert, den Kofi Annan, der ehemalige Generalsekretär der UNO, vorgeschlagen hatte”, so ROG.


Der 19-jährige filmte regelmäßig Proteste und Demonstrationen und veröffentlichte seine Videos im Internet. Mehrmals war er deswegen bereits inhaftiert worden. Kaakeh starb im Krankenhaus kurz nach seiner Einlieferung. Er wurde am selben Tag beerdigt in seinem Heimatdorf Tel Nassibin in der Provinz Aleppo.

„Die Liste derer, die ihr Leben für die Meinungs- und Informationsfreiheit in Syrien verloren haben, wird immer länger”, so ROG weiter.

Kaakeh ist bereits der sechste Journalist, der in Syrien seit Beginn des Jahres getötet wurde. Mindestens vier davon starben im vergangenen April, wie zum Beispiel der libanesische Kameramann Ali Shaaban, der an der syrisch-libanesischen Grenze erschossen wurde.

Der syrische Präsident Assad steht auf der Liste der 41 Feinde der Informationsfreiheit.

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