Reporter ohne Grenzen (ROG) ist bestürzt über den Mord an der Menschenrechtlerin Natalia Estemirowa. Die frühere Journalistin und Kollegin von Anna Politkowskaja war für die Menschenrechtsorganisation Memorial in Tschetschenien tätig. Ihre Leiche wurde am Mittwoch Nachmittag in der benachbarten Republik Inguschetien gefunden, nachdem Estemirowa am Morgen von Unbekannten in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny entführt worden war.
Die Menschenrechtsaktivistin hatte im März dieses Jahres ROG bei einer Recherchereise durch die in der Russischen Föderation gelegenen nordkaukasischen Republiken Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan unterstützt. Die Informationen und Analysen, die Estemirowa zu dem Bericht beigetragen hat, bestärken ROG in der Überzeugung, dass sich der Nordkaukasus auf der Schwelle zum Chaos befindet und dass Menschenrechtlerinnen und Menschrechtler die Arbeit der kaum noch vorhandenen unabhängigen Presse übernommen haben.
"Wir bewundern den außergewöhnlichen Mut dieser Menschenrechtsaktivistin und früheren Journalistin", sagt ROG. "Wir fordern die russischen Behörden auf, gegen die alltägliche Gewalt, unter der die Bevölkerung im Nordkaukasus leidet, aktiv zu werden."
"Die Behörden müssen den Mord öffentlich verurteilen und Ermittlungen entschlossen einleiten. Die Entführung einer Menschenrechtsaktivistin mitten in Grosny und ihre anschließende Ermordung zeigen, dass die Probleme im Nordkaukasus, trotz anderslautender Beteuerungen, keineswegs gelöst sind."
ROG veröffentlichte am 25. Juni einen Kaukasusbericht, in dem die schwierige Lage der Medien in den drei Republiken Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan untersucht wird. Die Rechercheure trafen dabei unter anderem mit dem tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow und dem Präsidenten Inguschetiens, Junus-Bek Jewkurow, sowie zahlreichen Medienvertretern und Menschenrechtsaktivisten zusammen.
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"Die Behörden müssen den Mord öffentlich verurteilen und Ermittlungen entschlossen einleiten. Die Entführung einer Menschenrechtsaktivistin mitten in Grosny und ihre anschließende Ermordung zeigen, dass die Probleme im Nordkaukasus, trotz anderslautender Beteuerungen, keineswegs gelöst sind."
ROG veröffentlichte am 25. Juni einen Kaukasusbericht, in dem die schwierige Lage der Medien in den drei Republiken Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan untersucht wird. Die Rechercheure trafen dabei unter anderem mit dem tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow und dem Präsidenten Inguschetiens, Junus-Bek Jewkurow, sowie zahlreichen Medienvertretern und Menschenrechtsaktivisten zusammen.
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