Ecuador: Fotograf in der Nähe von Guayaquil erschossen

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Reporter ohne Grenzen (ROG) ist bestürzt über die Ermordung des Fotografen Byron Baldón der Tageszeitung „Extra" in El Triunfo, in der Nähe von Ecuadors größter Stadt Guayaquil. Baldón war am Abend des 1. Juli auf dem Weg nach Hause, als zwei Motorradfahrer ihn anhielten und mehrere Schüsse auf Baldón abfeuerten.

Einige Tage zuvor berichtete Baldón über einen Diebstahl eines Containers mit Fernsehgeräten, von dem er selbst Zeuge war. Mit den Beweisfotos sagte er bei der Staatsanwaltschaft aus. Daraufhin wurden drei Polizisten und zwei andere Personen im Mai festgenommen.



Eine direkte Verbindung zwischen dem Mord und dem Diebstahl ist nicht auszuschließen. Reporter ohne Grenzen fordert eine gründliche Ermittlung. „Es ist selten, dass Journalisten in Ecuador auf diese Weise getötet werden. Die Behörden müssen den Hinweisen nach einem wahrscheinlichen Zusammenhang zwischen der Tat und den beruflichen Aktivitäten des Opfers ernsthaft nachgehen."

In der Rangliste der Pressefreiheit ist Ecuador auf Platz 104 von 179. Während Reporter Ohne Grenzen mehrmals die strafrechtliche Verfolgung von regierungskritischen und unabhängigen Journalisten in Ecuador beklagt und das derzeitige Pressegesetz als Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit kritisiert, sind bis heute keine Morde an Journalisten und Medienschaffenden aufgrund ihres Berufs bekannt.


Zum Originaltext in englischer Sprache >>
4.07.12 10:10 |

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