Statistiken 2007
2007 wurden weltweit...
* 86 JournalistInnen und
* 20 MedienassistentInnen getötet
* 877 verhaftet
* 1.511 angegriffen oder bedroht
* 67 JournalistInnen entführt
* 528 Medienverlage geschlossen
* 37 Blogger verhaftet
* 21 Blogger angegriffen und
* 2.676 Webseiten geschlossen
Hinweis:
Im Unterschied zu anderen Organisationen zählt Reporter ohne Grenzen nur jene Medienmitarbeiter, von denen feststeht, dass sie wegen ihrer Arbeit getötet wurden. Einige Todesfälle sind nicht in der vorliegenden Statistik enthalten, weil sie entweder noch untersucht werden oder nichts mit Verletzungen der Pressefreiheit zu tun haben (etwa Unfälle und andere zufällige Todesfälle).
Zahl der getöteten Journalisten in fünf Jahren um 244 % gestiegen
Mindestens 86 JournalistInnen wurden 2007 weltweit getötet. Diese Zahl ist seit 2002 um ganze 244 Prozent angestiegen (25 Todesfälle 2002) und die höchste seit 1994 (mit 103 Todesfällen). Die Zahl der getöteten MedienassistentInnen (lokale Kontaktpersonen, Fahrer, Übersetzer, Techniker, Wachleute ist 2007 (20) gegenüber 2006 (32) zurückgegangen.
Die tödlichsten Länder: Irak, Somalia und Pakistan
Mehr als die Hälfte der getöteten Journalisten entfielen 2007 auf den Irak. Bis auf einen russischen Reporter waren alle 46 dort getöteten JournalistInnen Irakis, die bewusst als Ziel eines Angriffs ausgewählt wurden und hauptsächlich für lokale Medien arbeiteten. Auch wenn die Motive der Attentäter manchmal schwer zu erkennen waren, bestand immer ein Zusammenhang zum Beruf oder Arbeitgeber der Opfer: Bewaffnete Gruppen greifen Journalisten an, die mit ihren religiösen Rivalen sympathisieren oder für ausländische bzw. mit Devisen finanzierten Medien arbeiten. Die irakische Regierung legt angesichts dieser Situation eine alarmierende Trägheit an den Tag und hat bisher keinen Weg gefunden, die Gewalt zu beenden. Als einzige Maßnahme wurde den Journalisten gestattet, zur Selbstverteidigung Waffen zu tragen.
In Somalia, wo militante Islamisten gegen die Übergangsregierung und das benachbarte Äthiopien kämpfen, wurden in einer Welle von Angriffen insgesamt acht Journalisten getötet. Ausländische Medien meiden das Land, wodurch die einheimischen Journalisten an forderster Front mit der Gewalt und Gesetzlosigkeit konfrontiert sind.
Vier der acht Getöteten wurden von Auftragsmördern getötet, drei von Ihnen waren wichtige Persönlichkeiten in der Medienlandschaft des Landes - darunter der Mitbegründer des Radio HornAfrik, ein bekannter Kommentator und der Vorsitzende der Pressegruppe Shabelle Media. Die meisten unabhängigen JournalistInnen haben das Land seither verlassen. Die in Mogadischu Verbliebenen befürchten, dass die Stadt bald als "Klein-Baghdad" bekannt werden wird.
Für den Tod von sechs Reportern in Pakistan sind vor allem auf Selbstmordattentate und die schweren Kämpfe zwischen der Armee und militanten islamistischen Gruppen zurückzuführen. Muhammad Arif vom TV-Sender Ary One World war unter den 130 Opfern des Anschlages auf Benazir Bhuttos Autokolonne in Karachi im Oktober. Bei einem ähnlichen Angriff im April, der einen Minister zum Ziel hatte, wurden im April 28 Menschen getötet, unter ihnen auch der junge Freelance-Fotograf Mehboob Khan.
Noor Hakim von der in Urdu erscheinenden Tageszeitung Pakistan und zugleich Vizepräsident der Tribal Union of Journalists (TUJ) wurde im Juni in einem Stammesgebiet im Nordwesten des Landes getötet. Javed Khan, Kameramann des Senders DM Digital TV, wurde im Juli getötet, während er den Angriff von Sicherheitskräften auf die Rote Moschee in Islamabad filmte.
In Sri Lanka wurden zwei Journalisten getötet, als die Kämpfe zwischen den Sicherheitskräften und den "Tamilischen Tigern" zunahmen. Kampftruppen und paramilitärische Kräfte führen einen schmutzigen Krieg gegen Journalisten, vor allem in Jaffna, der Hauptstadt der Nordprovinz. Die Tageszeitung Uthayan wurde 2007 wieder einmal zum Ziel, als ein junger Journalist ermordet und ein Redakteur entführt wurde. Zwei weitere Journalisten wurden in den von der Regierung kontrollierten Gebieten getötet.
Zwei Journalisten wurden auch in Eritrea getötet - jenem Land, dass im Ranking der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen den letzten Rang einnimmt. Einer von ihnen war Fessehaye Yohannes ("Joshua"), einer der führenden Intellektuellen des Landes, der Anfang 2007 möglicherweise aufgrund der harten Haftbedingungen im Gefängnis verstarb. Wenige Monate später starb der Journalist Paulos Kidane vor Erschöpfung auf der Flucht, nur wenige Kilometer von der sudanesischen Grenze entfernt. Er war 2006 verhaftet und gefoltert worden.
Zwei Schlüsselprozesse im Jahr 2008
Rund 90 Prozent der Morde an JournalistInnen bleiben völlig ungestraft. Regierungen spielen häufig auf Zeit und zählen auf die Kurzlebigkeit des öffentlichen Gedächtnisses, um die Mörder zu schützen. Reporter ohne Grenzen kämpft Jahr für Jahr gegen diese Straflosigkeit und macht in Kampagnen auf ungelöste "Altfälle" aufmerksam.
So verurteilte ROG 2007 die Behörden Burkina Fasos, weil sie die Untersuchung des Mordes am Journalisten Norbert Zongo neun Jahre nach der Tat einstellten - dies, obwohl klare Beweise dafür vorlagen, dass Wachen des Präsidenten in den Mord involviert waren. ROG hat auch die Behinderung der Untersuchung des Mordes am Gambier Deyda Hydara († 2004) kritisiert, der ebenfalls mit dem Präsidenten in Zusammenhang steht.
Hrant Dink, Herausgeber des Türkisch-Armenischen Magazins Agos, wurde am 19. Jänner 2007 auf offener Straße in Istanbul ermordet. Hinter dem Attentat stecken möglicherweise türkische Ultra-Nationalisten. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Augftragsmörder wird am 11. Februar 2008 fortgesetzt.
Auch der Prozess gegen die Mörder der russischen Journalistin Anna Politkowskaja soll 2008 stattfinden. Die Liste der ungestraften Morde an JournalistInnen seit Vladimir Putins Wahl im Jahr 2000 umfasst mitlerweile 17 Fälle, nur ein Fall wurde aufgeklärt und den Verantwortlichen der Prozess gemacht.
Mindestens zwei JournalistInnen täglich verhaftet
Am 1. Jänner 2008 befanden sich weltweit 135 JournalistInnen in Haft. Diese Zahl sinkt seit Jahren kaum, weil auf Freilassungen stets neue Verhaftungen folgen. Mindestens 877 JournalistInnen wurden 2007 festgenommen, darunter 195 in Pakistan, 55 in Kuba und 54 im Iran. China ist mit 33 Inhaftierten das weltweit größte Gefängnis für Reporter.
Auch 65 "Cyber-DissidentInnen" sind in Haft, weil sie im Internet ihre Meinung geäußert haben. 50 von ihnen werden in chinesischen, acht in vietnamesischen Gefängnissen festgehalten. In Ägypten sitzt Kareem Amer eine vierjährige Haftstrafe ab, weil er Präsident Hosni Mubarak und den Einfluss der Islamisten auf die Universitäten des Landes in seinem Blog kritisiert hatte.
Weiters wurden 2007 in 15 Ländern mindestens 67 Medienmitarbeiter entführt. Auch hier führt der Irak mit 25 Fällen die Statistik an. Zehn Opfer wurden von ihren Entführern exekutiert. Derzeit befinden sich mindestens 14 JournalistInnen im Irak in Geiselhaft.
Über 2.600 Internetseiten und Blogs offline genommen
Mindestens 2.676 Webseiten wurden 2007 verboten und offline genommen, fast alle von ihnen Diskussionsforen.
Vor allem die Regierungen Chinas, Burmas und Syriens versuchen, das Internet in ein Intranet zu verwandeln - ein Netzwerk, dass nur Datenverkehr innerhalb des jeweiligen Landes zulässt und auf Personen beschränkt ist, die zur Teilnahme berechtigt sind.
Zur weitangelegtesten Zensurmaßnahme kam es vor und während des 17. Kongresses der Kommunistischen Partei Chinas, als ca. 2.500 Webseiten, Blogs und Diskussionsforen für einige Wochen geschlossen wurden. Auch Syrien filterte Ende 2007 mehr als 100 Seiten aus dem Internet aus, darunter Webseiten wie "Facebook", "Hotmail" und "Skype". Sie alle werden von der Regierung beschuldigt, vom israelischen Geheimdienst infiltiriert zu sein.
Während der Demonstrationen burmesischer Mönche im Oktober 2007 versuchte das Militärregime, den Nachrichtenfluss ins Ausland zu unterbrechen, in dem der Internetzugang des Landes komplett lahmgelegt wurde. Die Zensur betraf nicht nur regierungskritische Seiten, sondern sämtliche Kommunikationsmittel einschließlich Videokameras, Fotokameras und Mobiltelefone.
Die pdf-Version dieses Berichts (mit Aufschlüsselung nach Kontinenten) können Sie hier herunterladen
* 86 JournalistInnen und
* 20 MedienassistentInnen getötet
* 877 verhaftet
* 1.511 angegriffen oder bedroht
* 67 JournalistInnen entführt
* 528 Medienverlage geschlossen
* 37 Blogger verhaftet
* 21 Blogger angegriffen und
* 2.676 Webseiten geschlossen
Hinweis:
Im Unterschied zu anderen Organisationen zählt Reporter ohne Grenzen nur jene Medienmitarbeiter, von denen feststeht, dass sie wegen ihrer Arbeit getötet wurden. Einige Todesfälle sind nicht in der vorliegenden Statistik enthalten, weil sie entweder noch untersucht werden oder nichts mit Verletzungen der Pressefreiheit zu tun haben (etwa Unfälle und andere zufällige Todesfälle).
Zahl der getöteten Journalisten in fünf Jahren um 244 % gestiegen
Mindestens 86 JournalistInnen wurden 2007 weltweit getötet. Diese Zahl ist seit 2002 um ganze 244 Prozent angestiegen (25 Todesfälle 2002) und die höchste seit 1994 (mit 103 Todesfällen). Die Zahl der getöteten MedienassistentInnen (lokale Kontaktpersonen, Fahrer, Übersetzer, Techniker, Wachleute ist 2007 (20) gegenüber 2006 (32) zurückgegangen.
Die tödlichsten Länder: Irak, Somalia und Pakistan
Mehr als die Hälfte der getöteten Journalisten entfielen 2007 auf den Irak. Bis auf einen russischen Reporter waren alle 46 dort getöteten JournalistInnen Irakis, die bewusst als Ziel eines Angriffs ausgewählt wurden und hauptsächlich für lokale Medien arbeiteten. Auch wenn die Motive der Attentäter manchmal schwer zu erkennen waren, bestand immer ein Zusammenhang zum Beruf oder Arbeitgeber der Opfer: Bewaffnete Gruppen greifen Journalisten an, die mit ihren religiösen Rivalen sympathisieren oder für ausländische bzw. mit Devisen finanzierten Medien arbeiten. Die irakische Regierung legt angesichts dieser Situation eine alarmierende Trägheit an den Tag und hat bisher keinen Weg gefunden, die Gewalt zu beenden. Als einzige Maßnahme wurde den Journalisten gestattet, zur Selbstverteidigung Waffen zu tragen.
In Somalia, wo militante Islamisten gegen die Übergangsregierung und das benachbarte Äthiopien kämpfen, wurden in einer Welle von Angriffen insgesamt acht Journalisten getötet. Ausländische Medien meiden das Land, wodurch die einheimischen Journalisten an forderster Front mit der Gewalt und Gesetzlosigkeit konfrontiert sind.
Vier der acht Getöteten wurden von Auftragsmördern getötet, drei von Ihnen waren wichtige Persönlichkeiten in der Medienlandschaft des Landes - darunter der Mitbegründer des Radio HornAfrik, ein bekannter Kommentator und der Vorsitzende der Pressegruppe Shabelle Media. Die meisten unabhängigen JournalistInnen haben das Land seither verlassen. Die in Mogadischu Verbliebenen befürchten, dass die Stadt bald als "Klein-Baghdad" bekannt werden wird.
Für den Tod von sechs Reportern in Pakistan sind vor allem auf Selbstmordattentate und die schweren Kämpfe zwischen der Armee und militanten islamistischen Gruppen zurückzuführen. Muhammad Arif vom TV-Sender Ary One World war unter den 130 Opfern des Anschlages auf Benazir Bhuttos Autokolonne in Karachi im Oktober. Bei einem ähnlichen Angriff im April, der einen Minister zum Ziel hatte, wurden im April 28 Menschen getötet, unter ihnen auch der junge Freelance-Fotograf Mehboob Khan.
Noor Hakim von der in Urdu erscheinenden Tageszeitung Pakistan und zugleich Vizepräsident der Tribal Union of Journalists (TUJ) wurde im Juni in einem Stammesgebiet im Nordwesten des Landes getötet. Javed Khan, Kameramann des Senders DM Digital TV, wurde im Juli getötet, während er den Angriff von Sicherheitskräften auf die Rote Moschee in Islamabad filmte.
In Sri Lanka wurden zwei Journalisten getötet, als die Kämpfe zwischen den Sicherheitskräften und den "Tamilischen Tigern" zunahmen. Kampftruppen und paramilitärische Kräfte führen einen schmutzigen Krieg gegen Journalisten, vor allem in Jaffna, der Hauptstadt der Nordprovinz. Die Tageszeitung Uthayan wurde 2007 wieder einmal zum Ziel, als ein junger Journalist ermordet und ein Redakteur entführt wurde. Zwei weitere Journalisten wurden in den von der Regierung kontrollierten Gebieten getötet.
Zwei Journalisten wurden auch in Eritrea getötet - jenem Land, dass im Ranking der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen den letzten Rang einnimmt. Einer von ihnen war Fessehaye Yohannes ("Joshua"), einer der führenden Intellektuellen des Landes, der Anfang 2007 möglicherweise aufgrund der harten Haftbedingungen im Gefängnis verstarb. Wenige Monate später starb der Journalist Paulos Kidane vor Erschöpfung auf der Flucht, nur wenige Kilometer von der sudanesischen Grenze entfernt. Er war 2006 verhaftet und gefoltert worden.
Zwei Schlüsselprozesse im Jahr 2008
Rund 90 Prozent der Morde an JournalistInnen bleiben völlig ungestraft. Regierungen spielen häufig auf Zeit und zählen auf die Kurzlebigkeit des öffentlichen Gedächtnisses, um die Mörder zu schützen. Reporter ohne Grenzen kämpft Jahr für Jahr gegen diese Straflosigkeit und macht in Kampagnen auf ungelöste "Altfälle" aufmerksam.
So verurteilte ROG 2007 die Behörden Burkina Fasos, weil sie die Untersuchung des Mordes am Journalisten Norbert Zongo neun Jahre nach der Tat einstellten - dies, obwohl klare Beweise dafür vorlagen, dass Wachen des Präsidenten in den Mord involviert waren. ROG hat auch die Behinderung der Untersuchung des Mordes am Gambier Deyda Hydara († 2004) kritisiert, der ebenfalls mit dem Präsidenten in Zusammenhang steht.
Hrant Dink, Herausgeber des Türkisch-Armenischen Magazins Agos, wurde am 19. Jänner 2007 auf offener Straße in Istanbul ermordet. Hinter dem Attentat stecken möglicherweise türkische Ultra-Nationalisten. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Augftragsmörder wird am 11. Februar 2008 fortgesetzt.
Auch der Prozess gegen die Mörder der russischen Journalistin Anna Politkowskaja soll 2008 stattfinden. Die Liste der ungestraften Morde an JournalistInnen seit Vladimir Putins Wahl im Jahr 2000 umfasst mitlerweile 17 Fälle, nur ein Fall wurde aufgeklärt und den Verantwortlichen der Prozess gemacht.
Mindestens zwei JournalistInnen täglich verhaftet
Am 1. Jänner 2008 befanden sich weltweit 135 JournalistInnen in Haft. Diese Zahl sinkt seit Jahren kaum, weil auf Freilassungen stets neue Verhaftungen folgen. Mindestens 877 JournalistInnen wurden 2007 festgenommen, darunter 195 in Pakistan, 55 in Kuba und 54 im Iran. China ist mit 33 Inhaftierten das weltweit größte Gefängnis für Reporter.
Auch 65 "Cyber-DissidentInnen" sind in Haft, weil sie im Internet ihre Meinung geäußert haben. 50 von ihnen werden in chinesischen, acht in vietnamesischen Gefängnissen festgehalten. In Ägypten sitzt Kareem Amer eine vierjährige Haftstrafe ab, weil er Präsident Hosni Mubarak und den Einfluss der Islamisten auf die Universitäten des Landes in seinem Blog kritisiert hatte.
Weiters wurden 2007 in 15 Ländern mindestens 67 Medienmitarbeiter entführt. Auch hier führt der Irak mit 25 Fällen die Statistik an. Zehn Opfer wurden von ihren Entführern exekutiert. Derzeit befinden sich mindestens 14 JournalistInnen im Irak in Geiselhaft.
Über 2.600 Internetseiten und Blogs offline genommen
Mindestens 2.676 Webseiten wurden 2007 verboten und offline genommen, fast alle von ihnen Diskussionsforen.
Vor allem die Regierungen Chinas, Burmas und Syriens versuchen, das Internet in ein Intranet zu verwandeln - ein Netzwerk, dass nur Datenverkehr innerhalb des jeweiligen Landes zulässt und auf Personen beschränkt ist, die zur Teilnahme berechtigt sind.
Zur weitangelegtesten Zensurmaßnahme kam es vor und während des 17. Kongresses der Kommunistischen Partei Chinas, als ca. 2.500 Webseiten, Blogs und Diskussionsforen für einige Wochen geschlossen wurden. Auch Syrien filterte Ende 2007 mehr als 100 Seiten aus dem Internet aus, darunter Webseiten wie "Facebook", "Hotmail" und "Skype". Sie alle werden von der Regierung beschuldigt, vom israelischen Geheimdienst infiltiriert zu sein.
Während der Demonstrationen burmesischer Mönche im Oktober 2007 versuchte das Militärregime, den Nachrichtenfluss ins Ausland zu unterbrechen, in dem der Internetzugang des Landes komplett lahmgelegt wurde. Die Zensur betraf nicht nur regierungskritische Seiten, sondern sämtliche Kommunikationsmittel einschließlich Videokameras, Fotokameras und Mobiltelefone.
Die pdf-Version dieses Berichts (mit Aufschlüsselung nach Kontinenten) können Sie hier herunterladen
